
Die Bildung multipler Sternsysteme unterscheidet sich in Regionen hoher Masse
Die Beobachtungen des Teleskops ALMA verändern unser Verständnis von der Geburt der Sterne. Während früher die Daten hauptsächlich aus nahen und ruhigen Molekülwolken stammten, dringt eine neue Untersuchung in die extremen Umgebungen vor, in denen massive Sterne entstehen. Dieses Szenario, das unser eigenes Sonnensystem wahrscheinlich durchlaufen hat, ist entscheidend für ein vollständiges Bild. 🔭
Eine kompaktere Fragmentierungsskala
Das Projekt DIHCA nutzte ALMA, um 23 Regionen der Sternentstehung hoher Masse zu beobachten. Darin wurden 72 multiple Systeme niedriger Masse identifiziert. Die entscheidende Entdeckung ist der durchschnittliche Abstand zwischen den Begleitsternen: Der Peak liegt bei etwa 1200 Astronomischen Einheiten (au). Dieser Wert ist deutlich geringer als die typischerweise gemessenen etwa 4000 au in den am besten untersuchten Regionen niedriger Masse. Die Wissenschaftler führen diesen Unterschied auf den viel höheren Umgebungsdruck in diesen chaotischen Sternkindergärten zurück, der durch hohe Dichten und starke Turbulenzen angetrieben wird.
Wichtige Erkenntnisse der DIHCA-Studie:- Die charakteristische Trennung zwischen Begleitsternen ist in Umgebungen hoher Masse etwa dreimal geringer.
- Die Fragmentierung erfolgt auf kleinerer Skala aufgrund der äußeren Druckbedingungen.
- Der Multiplizitätsanteil (wie viele Sterne in multiplen Systemen geboren werden) bleibt trotz zunehmender Sternendichte konstant.
In ruhigen Vierteln entstehen Sterne mit mehr Platz, in überfüllten und chaotischen Sternkindergärten zwingt die Enge sie, enger geboren zu werden.
Die entscheidende Rolle von Turbulenz und Wechselwirkungen
Da der beobachtete Abstand (1200 au) viel größer ist als die typische Größe einer protoplanetaren Scheibe, schließt die Studie, dass die Fragmentierung nicht innerhalb dieser Scheiben stattfindet. Stattdessen entsteht der Prozess aus der Fragmentierung des turbulenten ursprünglichen Kerns aus Gas und Staub. Ein interessanter Kontrast ist, dass, obwohl die Sterne enger geboren werden, die allgemeine Statistik multipler Systeme in der dichten Menge nicht zunimmt. Die Forscher schlagen einen Ausgleichsmechanismus vor.
Mechanismen, die diese Systeme formen:- Die Turbulenz im anfänglichen Molekülkern definiert die Fragmentierungsskala.
- Die dynamischen Wechselwirkun