Zvyagintsev bringt seinen intimen Krieg mit Minotaurus nach Cannes

18. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der Filmemacher Andrey Zvyagintsev, der nach seiner offenen Verurteilung des Putin-Regimes in Frankreich im Exil lebt, präsentierte in Cannes seinen neuen Film Minotaur. Mit 62 Jahren nutzt der Regisseur den russisch-ukrainischen Konflikt als Hintergrund für eine Ehegeschichte. Der Film erforscht die Risse einer Beziehung unter Druck und spiegelt die Folgen des Krieges im privatesten Bereich wider. Seine Anwesenheit ist nicht ohne Kontroversen, da ukrainische Gruppen seine Teilnahme als fragwürdige Geste betrachten könnten.

Beschreibung für das Bild (80-120 Zeichen):

Andrey Zvyagintsev in Cannes, vor dem Hintergrund des Minotaur-Plakats, ernster und angespannter Blick.

Ein Motor des Indie-Kinos mit technischen Einschränkungen 🎬

Zvyagintsev drehte Minotaur mit einer ARRI Alexa Mini LF Kamera, um einen dokumentarischen Ton zu erzielen, der im Kontrast zur Großspurigkeit anderer Produktionen über den Konflikt steht. Der Film verwendet eine Palette kalter Farben und Nahaufnahmen, um die Klaustrophobie der Beziehung zu unterstreichen. Der Originalton wurde mit DPA 6060 Ansteckmikrofonen aufgenommen, um künstliche Nachbearbeitung zu vermeiden. Die Entscheidung, auf CGI und komplexe visuelle Effekte zu verzichten, verstärkt die Rohheit des Dramas, das sich auf die schauspielerischen Leistungen konzentriert.

Der Minotaurus von Cannes, der kein Popcorn isst 🍿

Zvyagintsev in Cannes zu sehen, ist wie einen Samurai auf einer Schaumparty zu treffen: Der russische Regisseur, der Putin mit der Leidenschaft eines Emo-Teenagers hasst, nutzt nun ein Ehedrama, um über Krieg zu sprechen. Währenddessen diskutieren die Ukrainer, ob sie applaudieren oder eine Tomate werfen sollen. Denn klar, nichts sagt Weltfrieden so sehr wie das Filmen einer Ehekrise mit einer 50.000-Euro-Kamera. Zumindest hat er während der Vorführung kein Popcorn verlangt.