Zaragoza zahlt sechsundsechzigtausendvierhundertachtundsechzig Euro für vierundzwanzig Jahre befristeter Verträge

07. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Stadtverwaltung von Saragossa muss einer Verwaltungsassistentin 66.468 Euro Entschädigung zahlen, die 24 Jahre lang in einem städtischen Zentrum arbeitete, ohne fest angestellt zu werden. Das Urteil des Arbeitsgerichts Nummer 3 erkennt den Missbrauch befristeter Arbeitsverträge an und verpflichtet die Stadtverwaltung, den durch diese langwierige Situation verursachten Schaden zu beheben.

Eine Verwaltungsassistentin mit ernster Miene und Papieren in der Hand vor dem Rathaus von Saragossa, symbolisiert 24 Jahre befristete Verträge und eine Entschädigung von 66.468 Euro.

Technologie löst die prekäre Beschäftigung in Kommunen nicht 🤖

Während die Stadtverwaltung von Saragossa digitale Verwaltungssysteme und elektronische Verwaltungsplattformen zur Prozessoptimierung einführt, zeigt das Urteil, dass die Automatisierung die Personalprobleme nicht löst. Die Nutzung befristeter Verträge über 24 Jahre hinweg offenbart strukturelle Mängel in der Personalplanung, die Verwaltungssoftware nicht von allein beheben kann.

24 Jahre Probezeit: der längste befristete Vertrag der Geschichte ⏳

Die Arbeitnehmerin hat den Rekord für die Probezeit im öffentlichen Dienst gebrochen. Wäre es ein IT-Projekt gewesen, befände es sich seit 24 Jahren in der Beta-Phase, ohne auf eine endgültige Version aktualisiert zu werden. Die Stadtverwaltung entschied sich statt einer Festanstellung für die Verlängerung eines befristeten Vertrags, so wie man die Garantie eines Haushaltsgeräts verlängert, bis das Gerät von selbst in Rente geht.