Eine mäßig starke Dünung verursachte das Kentern einer Schnellladepontons für Elektrofähren und legte eine wichtige Infrastruktur für nachhaltige Mobilität lahm. Das technische Gutachten, gestützt auf 3D-Simulationen mit OrcaFlex und Rhino, ergab, dass das ursprüngliche Design die Trägheit des Gewichts der Speicherbatterien unter der Dynamik der Wellenbewegung nicht berücksichtigt hatte.
Dynamische Simulation in OrcaFlex und Stabilitätsanalyse in Rhino 🌊
Die Meeresanalyse mit OrcaFlex modellierte das Verhalten des Pontons unter verschiedenen Meereszuständen, von Wellen von 0,5 Metern bis zur kritischen Dünung von 1,8 Metern. Die Ergebnisse zeigten, dass sich der dynamische Schwerpunkt gefährlich verlagerte, wenn das statische Gewicht der Batterien mit dem welleninduzierten Schlingern kombiniert wurde. In Rhino wurde die strukturelle Vernetzung nachgebildet und die Kippmomente berechnet, was bestätigte, dass das Energiespeichermodul wie ein unausgeglichener Ballast wirkte. Die Einbeziehung historischer Wellendaten in Autodesk Revit ermöglichte die Verknüpfung der Pontongeometrie mit den Umwelteinflüssen und zeigte, dass der Sicherheitsfaktor für eine gleichzeitige seitliche Windböe und Wellenbewegung unzureichend war.
Lehren für elektrische Hafeninfrastrukturen ⚡
Der Vorfall zeigt, dass die Elektrifizierung von Häfen nicht nur die Installation von Ladestationen umfasst, sondern auch die Neugestaltung der Auftriebsfähigkeit von Pontons und Stegen, um das Gewicht der Batterien aufzunehmen. Die Neugestaltungsvorschläge umfassen aktive Ballasttanks, die von Wellensensoren gesteuert werden, und eine asymmetrische Verteilung der Energiespeicherung. Die 3D-Begutachtung mit Lumion visualisierte zudem die Notwendigkeit dynamischer Vertäuungen, um Resonanz mit der Wellenbewegung zu vermeiden. Ohne diese Anpassungen riskiert jeder schwimmende Ponton für Elektroschiffe, diesen Zusammenbruch bei widrigen Wetterbedingungen zu wiederholen.
Würden Sie die Ergebnisse in das GIS-Format exportieren?