Vine und Friendster kehren zurück, diesmal ohne Algorithmen und ohne Freunde

05. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Zwei Plattformen, die vergangene Epochen prägten, kehren mit erneuerten Identitäten zurück. Divine übernimmt das Erbe von Vine mit sechssekündigen Endlosschleifen-Videos, verspricht aber einen Raum ohne KI und ohne Engagement-Algorithmen, der Authentizität und Eigentum des Erstellers priorisiert. Friendster hingegen erlebt ein Comeback mit einem radikalen Ansatz: Keine Algorithmen, keine Werbung und bei der Registrierung null Freunde.

Zwei getrennte Bildschirme: links Divine mit 6-Sekunden-Schleife; rechts leeres Friendster, ohne Freunde und Werbung.

Verbindungen ohne Bildschirm: Die Hardware als soziale Mauer 🔄

Das neue Friendster treibt das Konzept des Slow Social auf die Spitze: Um jemanden hinzuzufügen, müssen sich beide Nutzer physisch treffen und ihre iPhones berühren. Diese Aktion eliminiert das endlose Scrollen und erzwingt eine echte Interaktion vor der digitalen. Divine setzt parallel auf einen chronologischen Feed ohne algorithmische Kuratierung, bei dem Inhalte nicht nach Engagement, sondern nach Absicht gemessen werden. Beide wollen dem Nutzer die Kontrolle zurückgeben, wenn auch auf Kosten des sofortigen Komforts.

Abschied vom Scrollen, hallo zum versehentlichen iPhone-Geklirre 📱

Das neue Friendster verspricht, dass man Freunde zuerst finden muss, indem man Telefone aneinanderreibt, als wären sie Wetzsteine. Vergiss das Stalken von Profilen vom Sofa aus: Soziale Interaktion erfordert jetzt, dass man Schuhe anzieht und losgeht, um Geräte mit Fremden zusammenzustoßen. Divine bietet dir unterdessen sechs Sekunden Authentizität ohne KI – genau die Zeit, die du brauchst, um dich zu erinnern, dass Videos früher nicht versucht haben, dir etwas zu verkaufen.