Ein verlorener Koala überlebt dreißigtausend Jahre im Westen Australiens

06. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Ein in Westaustralien entdecktes Fossil hat die Existenz eines ausgestorbenen Verwandten der heutigen Koalas enthüllt. Dieser an trockene Klimazonen angepasste Beutelsäuger lebte bis vor etwa 30.000 Jahren und war Zeitgenosse der ersten Menschen, die den Kontinent erreichten. Im Gegensatz zu den heutigen Koalas, die die feuchten Regionen im Osten und Süden bevorzugen, gedieh diese Art unter ariden Bedingungen. Ein Fund, der unser Wissen über die Verbreitung dieser Tiere verändert.

Fossil eines Trockenklima-Koalas im westlichen Australien, umgeben von trockener Erde und Felsen unter intensiver Sonneneinstrahlung.

Wie Datierungstechnologie das fossile Puzzle löste 🧩

Die Analyse des Fossils erfolgte mit Uran-Thorium-Datierungstechniken und 3D-Rekonstruktion mittels Computertomographie. Die Forscher verglichen die Schädelmorphologie mit heutigen Arten und anderen Fossilien der Gattung Phascolarctos. Die präzise Datierung ordnet sein Aussterben dem späten Holozän zu, zeitgleich mit der Ankunft des Menschen. Die Studie nutzte ökologische Nischenmodelle, um seine Anpassung an trockenere Gebiete zu bestätigen – etwas, das bei modernen Koalas beispiellos ist.

Der Koala, der kein Premium-Eukalyptus brauchte 🍃

Während heutige Koalas Feinschmecker des Eukalyptus sind und sich weigern, von ihren Lieblingsbäumen umzuziehen, war dieser westliche Vetter genügsamer. Er überlebte im trockenen Westen, ohne sich in Blättern erster Güte zu suhlen. Vielleicht starb er deshalb aus: Er verstand es nicht, mit den neu angekommenen Menschen zu netzwerken. Oder die ersten Siedler stahlen ihm das Geheimnis des Wassersparens. Ein Hipster-Koala avant la lettre.