Ein in Westaustralien entdecktes Fossil hat die Existenz eines ausgestorbenen Verwandten der modernen Koalas offenbart. Dieser an trockene Klimazonen angepasste Beutelsäuger lebte bis vor etwa 30.000 Jahren und teilte seinen Lebensraum mit den ersten Menschen, die den Kontinent erreichten. Im Gegensatz zum heutigen Koala, der die feuchten Regionen im Osten und Süden bevorzugt, gedieh diese Art unter ariden Bedingungen. Ein Fund, der unser Wissen über die Verbreitung dieser Tiere verändert.
Wie Datierungstechnologie das fossile Puzzle löste 🧩
Die Analyse des Fossils erfolgte mit Uran-Thorium-Datierungstechniken und 3D-Rekonstruktion mittels Computertomographie. Die Forscher verglichen die Schädelmorphologie mit heutigen Arten und anderen Fossilien der Gattung Phascolarctos. Die präzise Datierung ordnet sein Aussterben dem späten Holozän zu, zeitgleich mit der Ankunft des Menschen. Die Studie nutzte ökologische Nischenmodelle, um seine Anpassung an trockenere Gebiete zu bestätigen – etwas, das bei modernen Koalas beispiellos ist.
Der Koala, der kein Premium-Eukalyptus brauchte 🍃
Während heutige Koalas Feinschmecker des Eukalyptus sind und sich weigern, von ihren Lieblingsbäumen umzuziehen, war dieser westliche Vetter genügsamer. Er überlebte im trockenen Westen, ohne sich in erstklassigen Blättern zu suhlen. Vielleicht starb er deshalb aus: Er verstand es nicht, mit den neu angekommenen Menschen zu netzwerken. Oder die ersten Siedler stahlen ihm das Geheimnis des Wassersparens. Ein Hipster-Koala avant la lettre.