Der Kommandant Antonio Mancebo, F-18-Pilot des Geschwaders Ala 15 aus Saragossa, landete in den Filmax Gran Vía Kinos in Barcelona. Nicht mit seinem Jagdflugzeug, sondern als Stargast eines immersiven Events, das die Produktionsfirma zum 40-jährigen Jubiläum von Top Gun organisierte. Dort teilte der Militärangehörige seine reale Erfahrung mit den Anwesenden und erinnerte daran, dass Kino und militärische Luftfahrt mehr Gemeinsamkeiten haben, als es scheint.
Die Technologie der F-18 im Vergleich zu den Spezialeffekten der 80er ✈️
Kommandant Mancebo erklärte, dass die heutige F-18 wenig mit der F-14 aus dem Film gemein hat. Während Maverick mit analogen Bildschirmen und mechanischen Steuerhebeln flog, integrieren die spanischen Kampfjets Fly-by-Wire-Steuerungssysteme, AESA-Radare und Helme mit Informationsdisplay. Der Unterschied ist nicht nur ästhetisch: Die Manövrierfähigkeit und die BVR-Kampffähigkeit (jenseits der visuellen Reichweite) haben die Spielregeln geändert. Allerdings ist der menschliche Faktor derselbe geblieben.
Der Tag, an dem ein echter Pilot erklären musste, warum er keinen Looping in einem Einkaufszentrum macht 🎬
Mancebo musste mehrere Mythen des Films entkräften. Nein, F-18 machen keine 180-Grad-Drehungen über einer Stadt ohne Erlaubnis. Und nein, Piloten tragen nicht dienstlich vorgeschrieben Ray-Ban-Sonnenbrillen im Cockpit. Das Publikum, das erwartet hatte, Tom Cruise von einem fahrenden Kampfjet springen zu sehen, gab sich mit der realen Version zufrieden: viel Papierkram, Simulatoren und eine strenge Diät, um bei Hoch-G-Manövern nicht ohnmächtig zu werden.