Heutzutage The Witcher 2 zu starten ist, als würde man einen Schlag auf die Kinnlade bekommen. Die anfängliche Schlacht im Kerker von Flotsam taucht einen unvermittelt in einen brutalen politischen Konflikt ein und beweist, dass CD Projekt Red bereits wusste, wie man den Spieler von der ersten Minute an fesselt. Fünfzehn Jahre später bewahrt das Spiel eine lebendige erzählerische Energie und eine technische Politur, die es als Kulttitel erhalten, besonders in seiner PC-Version. Dennoch bleibt seine Abwesenheit auf der PlayStation ein Dorn im Auge für die Konsolennutzer.
Grafikengine und Optimierung: Ein technisches Wunderwerk seiner Zeit 🎮
Basierend auf der REDengine bot The Witcher 2 ein Detailniveau in Umgebungen und Charakteren, das 2011 nur wenige Titel erreichten. Die dynamische Beleuchtung und die Partikeleffekte während der Kämpfe mit Magie sind immer noch angenehm für das Auge. Auf dem PC profitiert das Spiel von hochauflösenden Texturen und einer stabilen Bildrate, obwohl sein automatisches Speichersystem manchmal eigenwillig sein kann. Die Xbox-360-Version war zwar funktional, schnitt aber Details ab und litt unter spürbaren Ladezeiten, was deutlich machte, dass Geralts wahres Zuhause am Computer war.
Die verpasste Chance von Sony: Ein leerer Thron auf der PS3 😢
Dass The Witcher 2 nie für die PlayStation 3 erschien, ist eine dieser Entscheidungen, die Forenlegenden nähren. Während PC-Nutzer eine vollständige und optimierte Version genossen, schauten die Sony-Nutzer die Trailer an wie Kinder mit der Nase am Schaufenster eines Süßwarenladens. Die technische Ausrede war immer die Komplexität des Ports, aber wenn man sieht, was CD Projekt später mit The Witcher 3 auf allen Plattformen erreicht hat, denkt man, dass es eher eine Frage der Prioritäten als der Einschränkungen war. Na ja, wir verzeihen es ihm, aber wir vergessen es nicht.