SoNoMa: die japanische Fusion, die Sesamöl durch Olivenöl ersetzt

25. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

In Kyoto hat der Koch Kyle Connaughton ein Restaurant namens SoNoMa eröffnet, in dem die hohe japanische Küche auf westliche Techniken trifft. Hier wird Kaviar mit Wasabi und Wagyu mit Miso serviert, aber Olivenöl und Zitrusfrüchte machen den Unterschied. Der Ort setzt auf eine minimalistische Atmosphäre und einen Service, der nicht unbemerkt bleibt, alles mit der Idee, ein kulinarisches Erlebnis zu bieten, das sich persönlich und zugänglich anfühlt, in einer Branche, die normalerweise exklusiv ist.

minimalistische Kyoto-Restaurantküchenszene, Koch träufelt goldenes Olivenöl über einen Teller mit Wagyu-Rindfleisch mit Miso-Glasur, Kaviarperlen neben frischer Wasabi-Wurzel, Keramikteller auf dunkler Steinplatte, Dampf steigt aus nahem Topf, Holzstäbchen und Edelstahlpinzetten in Aktion, weiches natürliches Licht von Papierlaternen, kinematografischer fotorealistischer Stil, warme Amber-Töne, geringe Schärfentiefe, elegante japanische Minimalistik, scharfe kulinarische Details

Die Technik hinter dem Gericht: lokale Zutaten und westliche Präzision 🍽️

Connaughton wendet westliche Garmethoden wie Sous-vide und den kontrollierten Einsatz von Olivenöl auf saisonale japanische Produkte an. Die Auswahl der Zutaten ist entscheidend: von Gemüse von nahegelegenen Bauernhöfen bis hin zu Fleisch wie Wagyu, das mit Miso-Fermenten behandelt wird. Das Degustationsmenü wechselt jede Saison, was eine konstante Logistik der Lieferanten erfordert. Der Koch strebt danach, dass jedes Gericht ein Gleichgewicht zwischen Texturen und Aromen hat, ohne in visuelle Pyrotechnik zu verfallen. Das Ergebnis ist eine Karte, die den direkten Geschmack über übermäßige Dekoration stellt.

Zen-Minimalismus oder wie man so tut, als würde man nicht aufs Handy schauen, während man isst 📱

Die Atmosphäre ist so minimalistisch, dass sie fast wie ein Wartezimmer eines Spas wirkt, aber ohne die Flötenmusik. Der Service ist so aufmerksam, dass manchmal gefragt wird, ob das Wagyu schmeckt, bevor man überhaupt gekaut hat. Allerdings verurteilt dich niemand, wenn du mehr Brot bestellst, denn das Brot mit Olivenöl ist der wahre Star des Abends. Am Ende gehst du mit dem Gefühl, etwas Raffiniertes gegessen zu haben, aber auch mit dem Zweifel, ob der Kellner gelächelt hat, weil du ihm sympathisch bist oder weil er in dieser Woche schon 40 ähnliche Gäste gesehen hat.