Rekonstruktion des Unfalls auf der A-42 in drei Dimensionen: Fotogrammetrie und LiDAR

01. May 2026 Publicado | Traducido del español

Am 30. April führte ein Unfall auf Kilometer 34 der A-42, auf Höhe von Illescas (Toledo), zur Sperrung der rechten Fahrspur und verursachte Staus von bis zu 10 Kilometern. Glücklicherweise wurden keine Schwerverletzten bestätigt, aber die Szene war geprägt von verstreuten Trümmern und der komplexen Position der Fahrzeuge. Für Gutachter ist die millimetergenaue Dokumentation solcher Unfälle der erste Schritt, um die Dynamik des Aufpralls zu verstehen.

3D-Rekonstruktion Unfall A-42 mit Fotogrammetrie und LiDAR-Scan für forensische Gutachten

Digitaler Zwilling der Fahrbahn: Technischer Erfassungsprozess 🛰️

Die Dokumentation des Unfallorts erfolgte mittels eines dualen Workflows. Einerseits wurde ein terrestrischer LiDAR-Scanner eingesetzt, der die Geometrie der Fahrbahn, die Fahrbahnmarkierungen und die Verformungen der New-Jersey-Barrieren mit einer Punktdichte von 1 mm erfassen konnte. Parallel dazu wurde ein Drohnenflug mit einer 50-MP-Kamera durchgeführt, um 180 Zenital- und Schrägaufnahmen zu machen. Diese Fotos wurden mittels Structure from Motion (SfM)-Fotogrammetrie verarbeitet, wodurch eine dichte Punktwolke und ein georeferenziertes Orthomosaik entstanden. Die Fusion beider Datensätze in einer forensischen Analysesoftware ermöglichte die Erstellung eines exakten digitalen Zwillings, in dem jedes Kunststofffragment und jede Bremsspur in absoluten Koordinaten indexiert wurde.

Die Objektivität der Daten gegenüber der Erinnerung des Zeugen 🧠

Die 3D-Rekonstruktion ermöglicht es forensischen Ingenieuren, die Flugbahnen der Fahrzeuge Sekunden vor dem Aufprall zu simulieren. Durch die Kalibrierung der Reibungskoeffizienten der A-42 und die Anwendung von Energieerhaltungsmodellen auf den digitalen Zwilling können die Kollisionsgeschwindigkeiten berechnet werden, ohne auf subjektive Zeugenaussagen angewiesen zu sein. In diesem Fall deuten die Analyse der Schadensvektoren und die endgültige Position der Pkw auf einen Auffahrunfall mit seitlicher Verschiebung hin. Die Technologie dokumentiert nicht nur das Chaos, sondern verwandelt es in eine unveränderliche Datei für die objektive Bestimmung der Verantwortlichkeiten.

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