3D-Rekonstruktion des Unfalls am Genil-Fluss: forensische Analyse

14. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Am 1. Mai kam ein Wanderer ums Leben, nachdem er in den Fluss Genil in Güéjar Sierra, Granada, gestürzt war. Dieses tragische Ereignis, das sich in einem schwer zugänglichen Gebiet ereignete, stellt eine Herausforderung für die Ermittler dar. Die Dokumentation und virtuelle Rekonstruktion des Tatorts mittels 3D-Technologien werden zu Schlüsselwerkzeugen, um die Dynamik des Unfalls zu klären, ohne den ursprünglichen Ort zu verändern.

Forensische 3D-Rekonstruktion des Unfalls am Fluss Genil mit digitalem Geländemodell und Wanderer

Luftbildfotogrammetrie und LiDAR zur Erfassung des Flussbetts 🚁

Der Prozess beginnt mit dem Überflug einer Drohne, die mit einer hochauflösenden Kamera ausgestattet ist, um Hunderte von Bildern der Schlucht und der Falllinie zu erhalten. Diese werden mittels Fotogrammetrie-Software verarbeitet, um ein texturiertes 3D-Modell des Geländes zu erstellen. Gleichzeitig erfasst ein terrestrischer LiDAR-Scanner die exakte Morphologie des Flussbetts, der Felsen und der Höhenunterschiede und registriert Millionen von Punkten mit millimetergenauer Präzision. Diese Daten ermöglichen die Berechnung von Hangneigungswinkeln, die Identifizierung von Rutschpunkten und die Simulation des Wasserflusses zum Zeitpunkt des Vorfalls.

Die virtuelle Szene als unveränderlicher Zeuge 🧊

Durch die Verschmelzung beider Datensätze entsteht ein digitaler Zwilling des Unfalls. Die Ermittler können den Ort virtuell begehen, Entfernungen messen und Faktoren wie die Bodenfeuchtigkeit oder die Stabilität der Felsen aus der Sicherheit eines Labors analysieren. Diese Methodik vermeidet die Kontamination des Tatorts und ermöglicht es den forensischen Sachverständigen, sich auf die mechanischen Ursachen des Unglücks zu konzentrieren, sei es ein Ausrutscher oder ein geologisches Versagen, ohne voreilige Spekulationen.

Ist es möglich, die genaue Geschwindigkeit und Flugbahn eines Sturzes in einer natürlichen Umgebung wie dem Fluss Genil durch fotogrammetrische Analyse von Zeugen- und Drohnenbildern zu bestimmen, und wie beeinflusst die Genauigkeit der 3D-Modelle die forensische Rekonstruktion des Unfalls?

(PS: Bei der Analyse von Tatorten ist jeder Maßstabszeuge ein kleiner, anonymer Held.)