Politik wie Ex: du schaust sie an, aber kehrst nicht zurück

25. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Beziehung des Bürgers zur Politik gleicht der zu einer toxischen Ex-Partnerin. Du willst keine Versöhnung, aber jede Nacht öffnest du ihr Profil, um zu sehen, ob sie sich geändert hat. Du weißt, dass sie dich enttäuscht hat, dass sie versprochen und nicht gehalten hat, aber etwas hält dich am Scrollen fest. Diese Mischung aus Misstrauen und Neugier definiert unsere Ära.

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Der Algorithmus der Ernüchterung: Wer programmiert die Schleife? 🤖

Die Entwickler sozialer Plattformen haben dieses Verhalten optimiert. Jeder Like, jeder empörte Kommentar über einen Politiker füttert ein Machine-Learning-Modell, das polarisierende Inhalte priorisiert. Das System erkennt deine Ernüchterung und serviert dir weitere Dosen: Memes, negative Nachrichten, leere Reden. Es ist keine Verschwörung, es ist Engagement-Engineering. Der in diesem Feed gefangene Bürger ist ein weiterer Nutzer, und sein Engagement ist das Produkt.

Emotionaler Flugmodus: Schreib ihr nicht, stalke nur 📱

Also sind wir hier, blockieren die Politik aus unseren Kontakten, speichern aber ihre Nummer in den Favoriten. Wir schauen uns ihre Stories an (die Kundgebungen) und empören uns über ihre Beiträge (die Dekrete). Das Schlimmste ist, dass wir wissen, dass sie sich nicht ändern wird, dass ihr Tinder-Profil für die Wahl immer dasselbe sein wird. Aber hey, zumindest haben wir Stoff für den Morgenkaffee und die perfekte Ausrede, um uns mit niemandem mehr einzulassen.