Der Beruf des Designers für erweiterte Realität beschränkt sich nicht nur auf das Programmieren von Interaktionen; 80 % der Arbeit besteht darin, 3D-Assets zu erstellen. Damit ein virtuelles Objekt auf einem Tisch real wirkt, benötigt es präzise Texturen, Beleuchtung und Maßstab. Die 3D-Technologie ermöglicht es, diese Modelle mit einem Detaillierungsgrad zu erstellen, der das menschliche Auge täuscht – vom Glanz eines Kunststoffs bis zur Rauheit eines Steins.
Workflow: Vom Modellieren zur Echtzeit-Überlagerung 🛠️
Der Prozess beginnt in Blender oder Maya mit dem Sculpting und Texturieren. Anschließend wird in Unity oder Unreal Engine exportiert, wo die AR-Logik mit SDKs wie ARKit oder ARCore programmiert wird. Ein klares Beispiel: das Design eines virtuellen Möbelstücks, das der Kunde in seinem Wohnzimmer platzieren kann. Das 3D-Modell muss korrekte Physik haben und auf das Umgebungslicht des Handys reagieren. Programme wie Substance Painter helfen dabei, dass das Material wie in der Realität reagiert.
Das Drama, eine Tasse zu modellieren, die nicht wie ein Ziegelstein aussieht ☕
Alles klingt schön, bis man drei Stunden damit verbringt, die Kante einer virtuellen Tasse anzupassen, und sie in AR dann wie ein schwebender Ziegelstein aussieht. Der Kunde sagt: Es sieht komisch aus. Und man muss ihm erklären, dass das Problem nicht der Code ist, sondern dass sich die Dreiecke des Henkels entschieden haben zu rebellieren. Aber hey, wenigstens sah es am Computer erstklassig aus. Die Ironie: Man verbringt mehr Zeit damit, Schatten zu korrigieren, als Codezeilen zu schreiben.