Spanische und französische Wissenschaftler haben ultra-kleine Archaeen im Dallol-Vulkan in Äthiopien identifiziert, der lebensfeindlichsten Umgebung des Planeten mit Leben. Diese Mikroorganismen, tausendmal kleiner als Bakterien, gedeihen in Gewässern mit fast 100 Grad und einem pH-Wert, der korrosiver ist als Schwefelsäure. Die 2019 veröffentlichte Entdeckung definiert die Grenzen des Lebens neu und eröffnet neue Wege für die Astrobiologie.
Nachweistechnologie für extreme Umgebungen 🔬
Um diese Archaeen zu erfassen, kombinierte das Team Rasterelektronenmikroskopie und Genomanalysen von filtrierten Proben mit Poren von 0,2 Mikrometern. Die Zellen messen zwischen 0,1 und 0,3 Mikrometer, was den Einsatz von Hochdurchsatz-Sequenzierungstechniken erforderlich machte, um Kontamination zu vermeiden. Die verwendete Methode kann bei zukünftigen Missionen zum Mars oder zum Enceladus angewendet werden, wo ähnliche Bedingungen mikrobielle Lebensformen in reduzierter Größe beherbergen könnten.
Der Nachbar, der nicht zum Abendessen einlädt 🍽️
Dallol ist der Ort, an dem selbst Bakterien einen Termin vereinbaren müssen. Mit durchschnittlich 41 Grad und Säuretümpeln scheinen diese Mikroben das Handbuch des extremen Überlebens gelesen zu haben. Vielleicht sollte die NASA ihnen eine Mietanfrage schicken. Allerdings: Sollten wir jemals den Mars kolonisieren, wird ein Platz in diesem äthiopischen Vulkan teurer sein als eine Wohnung im Madrider Zentrum.