Manuel Marlasca erkundet die dunklen Zonen des Menschen in seinem neuen Roman

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der erfahrene Kriminalreporter Manuel Marlasca kehrt mit einem zweiten Roman zum Genre Noir zurück, der direkt aus seiner Erfahrung in der Polizeiberichterstattung schöpft. Das Werk, so der Autor, erforscht die Idee, dass wir alle dunkle Seiten in uns tragen, die wir lieber verbergen. Geschichten, die an die Realität grenzen und die komplexe Grenze zwischen Gesetz und Übertretung aufzeigen.

Ein Schriftsteller im Halbdunkel hält ein offenes Buch, lange Schatten enthüllen verborgene Geheimnisse hinter seinem Blick.

Wie die Felderfahrung die Kriminalerzählung prägt 🕵️

Marlasca spekuliert nicht. Seine Erzählung baut auf jahrelanger Berichterstattung über reale Fälle auf, bei denen die polizeiliche Methode und die Psychologie des Täters das Gerüst der Handlung bilden. Der Autor überträgt die forensische Fachsprache, die Ermittlungsprotokolle und die Stille der Polizeireviere auf das Papier. Jedes Kapitel fungiert wie ein literarisches Protokoll, in dem die Glaubwürdigkeit keine Verzierung, sondern die Grundlage der Erzählung ist.

Die dunkle Seite verschont nicht einmal den Nachbarn von nebenan 😈

Denn ja, so Marlasca, haben wir alle einen Schrank voller Skelette. Die einen verstecken die Schulden der Hausgemeinschaft und die anderen eine echte Leiche. Der Witz liegt darin, dass der Autor einem das Gefühl gibt, das eigene dunkelste Geheimnis könnte nur sein, die Tupperdose nicht zurückgegeben zu haben, während seine Figuren mit viel größeren Dingen zu kämpfen haben. Gut, dass uns die Fiktion daran erinnert, dass es immer jemanden gibt, dem es schlechter geht.