Apple hat seinen kompaktesten Computer komplett überarbeitet. Der neue Mac mini, ausgestattet mit den Chips M4 und M4 Pro, verabschiedet sich von einem Jahrzehnt altem Design und bietet ein deutlich kleineres Gehäuse. Doch die wahre Revolution für 3D-Künstler liegt nicht in der Größe, sondern in der Hardware: die Integration von hardwarebeschleunigtem Raytracing und, in der Pro-Version, Thunderbolt-5-Anschlüssen, die die Bandbreite für Peripheriegeräte verdoppeln sollen.
Technische Analyse: Raytracing und Bandbreite in Render-Engines 🚀
Der Generationssprung vom M4 zum M4 Pro ist für 3D-Workflows entscheidend. Das hardwarebasierte Raytracing, das bei M1 und M2 fehlte, ermöglicht es Engines wie Redshift, Octane oder Blender Cycles, globale Beleuchtung und Reflexionen in Echtzeit zu berechnen, ohne die CPU zu überlasten. Erste interne Tests deuten darauf hin, dass der M4 Pro in Szenen geringer Komplexität mit einer Mittelklasse-Desktop-GPU wie der RTX 4070 mithalten oder sie sogar übertreffen kann, obwohl das CUDA-Ökosystem bei Partikel- und Physiksimulationen weiterhin dominiert. Der wahre Unterschied ist Thunderbolt 5: Mit 80 Gbit/s Bandbreite ermöglicht es den Anschluss externer NVMe-Speicher, der die Geschwindigkeit des einheitlichen Arbeitsspeichers erreicht und Engpässe bei der Arbeit mit 8K-Texturen oder VDB-Volumes beseitigt. Das Fehlen offizieller eGPU-Unterstützung schränkt jedoch die Skalierbarkeit ein, etwas, das PC-Nutzer mit RTX 4090 weiterhin ausnutzen.
Überlegung: Ist der Mac mini M4 Pro eine brauchbare 3D-Workstation? 💡
Für polygonales Modellieren und Texturieren in Substance 3D Painter ist der M4 Pro tadellos: Seine thermische Effizienz ermöglicht es, hohe Taktraten ohne Lüftergeräusche beizubehalten. Dynamische Simulationen (Stoffe, Flüssigkeiten) bleiben jedoch eine Schwachstelle im Vergleich zu einer AMD Threadripper- oder Intel Core i9-CPU mit mehr Kernen. Das hardwarebeschleunigte Raytracing ist ein willkommener Fortschritt, aber das Apple-Ökosystem hat noch nicht die Reife von OptiX oder HIP erreicht. Der Mac mini M4 Pro ist ein hervorragendes Werkzeug für den nomadischen 3D-Künstler oder das kleine Studio, das Wert auf Lautlosigkeit und Größe legt, aber der Nutzer, der finale 4K-Renderings mit Hunderten von Lichtern benötigt, wird in einem PC-Tower mit NVIDIA immer noch mehr Leistung pro Euro finden.
Ist die neue Raytracing-Architektur des M4 Pro im Mac mini in der Lage, in Bezug auf Renderzeiten mit einer dedizierten Mittelklasse-GPU wie der RTX 4060 in Software wie Blender oder Cinema 4D zu konkurrieren?
(PS: Denk daran, dass eine leistungsstarke GPU dich nicht zu einem besseren Modelleur macht, aber du deine Fehler zumindest schneller rendern wirst)