Die jüngste Welle von Anti-Terror-Festnahmen hat eine unbequeme Debatte neu entfacht: Der Staat gibt Vermögen für Überwachung und Kontrollsysteme aus, um externe Bedrohungen zu neutralisieren, während er das soziale Schutznetz abbaut, das verhindert, dass Unmut keimt. Es ist die Chronik einer angekündigten Heuchelei, bei der die Angst vor dem Unbekannten Kürzungen bei dem rechtfertigt, was uns wirklich sicher hält.
Kontrollalgorithmen vs. Ausgrenzungsbudgets 🤖
Systeme der Massenüberwachung, wie die prädiktive Analyse sozialer Netzwerke oder die Gesichtserkennung im öffentlichen Raum, erfordern millionenschwere Investitionen in Hardware und Software. Die wirkliche Prävention von Radikalisierung erfolgt jedoch durch Modelle der künstlichen Intelligenz, die auf die Früherkennung sozialer Verwundbarkeit abzielen, nicht nur auf Bedrohungen. Während die Ausgaben für reaktive Überwachung priorisiert werden, fehlt es Gesundheitszentren und Schulen an Ressourcen, um gefährdete Gemeinschaften zu integrieren, was einen Nährboden schafft, den kein Algorithmus vorhersagen oder stoppen kann.
Der Minister, seine Drohne und der Krankenwagen, der nicht kommt 🚁
Während die Minister neben hochmodernen Drohnen posieren, die eine Mücke bei einer Demonstration ausspionieren können, hat das Krankenhaus im Viertel immer noch keine Betten, um einen Rentner mit Lungenentzündung zu versorgen. Die Logistik ist einwandfrei: Lieber einen Anti-Krawall-Roboter kaufen, als eine Pflegestelle zu bezahlen, schließlich greift die Grippe nicht den Staat an, sondern nur den Patienten. Aber Vorsicht, falls der verzweifelte Nachbar ohne Wohnung eines Tages kreativ wird, wird die Drohne ihm keine Sozialmiete anbieten können.