Die 3D-Drucktechnik als Verbündeter des modernen Thanatopraktikers

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Thanatopraxie zielt darauf ab, das Erscheinungsbild des Verstorbenen für den letzten Abschied wiederherzustellen. Die 3D-Technologie bietet präzise Lösungen zur Rekonstruktion von durch Unfälle oder Krankheiten beschädigten Bereichen. Anstatt sich nur auf manuelles Geschick zu verlassen, kann der Fachmann digitale Modelle verwenden, um Gesichts- oder Schädelteile zu erstellen. Dies reduziert die Arbeitszeit und verbessert das Endergebnis.

Thanatopraktiker hält ein 3D-gedrucktes Gesichtsteil, neben einem Monitor mit einem digitalen Modell des rekonstruierten Schädels, in einem forensischen Labor.

Gesichtsrekonstruktion mit Scanner und 3D-Druck 🖨️

Der Prozess beginnt mit dem Scannen des betroffenen Bereichs mit einem Gerät wie dem Einscan Pro 2X. Mit Modellierungssoftware wie Blender oder Meshmixer wird das fehlende Teil anhand früherer Fotos des Gesichts entworfen. Anschließend wird es aus biokompatiblen Materialien wie flexiblem Harz oder PLA gedruckt. Das Ergebnis wird mit Spachtelmassen und professionellem Make-up integriert. Programme wie ZBrush ermöglichen das Modellieren feiner Details. All dies vermeidet den Einsatz invasiver Techniken und erzielt eine natürliche Wiederherstellung.

Abschied von der hausgemachten Wattefüllung 🧵

Früher, wenn ein Wangenknochen fehlte, behalf man sich mit Watte, Wachs und viel Glauben. Das Ergebnis war aus der Ferne akzeptabel, aber auf der Trauerfeier bemerkte die Familie, dass etwas nicht stimmte. Jetzt können Sie mit dem 3D-Druck das Ohr des Verstorbenen millimetergenau nachbilden. Achten Sie jedoch darauf, es nicht zu groß zu drucken, sonst wirkt es, als ob der Verstorbene besser hört als zu Lebzeiten.