Das Sozialgericht Nummer 8 verhandelt den ersten Prozess wegen mutmaßlicher Vetternwirtschaft in der Hafenbehörde von Valencia. Die Gewerkschaft UGT klagt, dass drei Auswahlverfahren so gestaltet wurden, um bestimmte Kandidaten zu bevorzugen, die die Stellen schließlich erhielten. Die Richterin muss über einen dieser Fälle entscheiden, wobei die Präsidentin Mar Chao von der ehemaligen Personalchefin und einem Bericht der Generalintervention des Staates, der Unregelmäßigkeiten detailliert aufführt, belastet wird.
Maßgeschneiderte Grundlagen und die Rolle der Technologie bei der Auswahl 🧑⚖️
Der Kern des Falles liegt in der Formulierung der Ausschreibungsgrundlagen, die laut Anklage so spezifische Anforderungen enthielten, dass nur wenige sie erfüllen konnten. Die Technologie, weit davon entfernt, ein objektiver Filter zu sein, hätte dazu gedient, einen bereits voreingenommenen Prozess zu automatisieren. Der Bericht der IGE weist darauf hin, dass die Notwendigkeit so konkreter Profile nicht begründet wurde, was die These einer maßgeschneiderten Gestaltung zur Vermeidung echter Konkurrenz untermauert.
Vetternwirtschaft 2.0: jetzt mit digitaler Signatur und Gütesiegel 🎭
Es scheint, dass die Hafenbehörde die Methode der klassischen Vetternwirtschaft aktualisiert hat. Es reicht nicht mehr, den Lebenslauf in einem markierten Ordner abzulegen; jetzt werden Grundlagen mit so spezifischen Anforderungen verfasst, dass nur der gewünschte Kandidat sie erfüllt, wie ein maßgeschneiderter Anzug. Hätten sie wenigstens künstliche Intelligenz genutzt, um Fairness zu simulieren, aber nein, sie bevorzugten die Transparenz eines Prozesses, den nur ein Blinder nicht als manipuliert erkennen würde.