Japan bereitet sich auf einen Meilenstein in der Aquakultur vor: den weltweit ersten Verkauf von Aalen, die vom Ei an in Gefangenschaft gezüchtet wurden. Dem Unternehmen Nissui ist es gelungen, den gesamten Lebenszyklus des Japanischen Aals im Labor zu vollenden und dabei das Larvenstadium, das größte technische Hindernis, zu überwinden. Dieser Durchbruch verspricht, die Fischerei einer bedrohten Art zu reduzieren.
Der Schlüssel lag in der Beherrschung der Larvennahrung 🐟
Die größte Herausforderung bestand darin, die durchsichtigen Larven zu füttern, die keine künstliche Nahrung annahmen. Nissui entwickelte eine spezielle Paste auf Basis von Haieiern und Krill, die ihre natürliche Ernährung nachahmt. Nach jahrelangen Versuchen gelang es, die Larven in Tanks bis zum Erwachsenenstadium heranzuziehen. Nun plant das Unternehmen eine anfängliche Produktion von 100.000 Aalen pro Jahr – ein bescheidenes Volumen, das jedoch den Beginn einer praktikablen Alternative zur Wildfischerei markiert.
Reagenzglas-Aale: Das Sushi der Zukunft 🍣
Bald könntest du ein Unagi-Don bestellen und fragen, ob der Aal wild oder aus dem Labor stammt. Sushi-Puristen werden vielleicht die Stirn runzeln, aber die Alternative ist, gar keinen Aal auf der Speisekarte zu haben. Zumindest haben die neuen Aale noch nie einen Fluss gesehen, also werden sie keine traurigen Geschichten zu erzählen haben. Und hey, wenn der Geschmack gleich ist, dann lebe die Wissenschaft, auch wenn die Tradition ein wenig protestiert.