Das James-Webb-Teleskop hat einen technischen Meilenstein erreicht: Es hat die Wärme direkt von der Oberfläche eines Exoplaneten gemessen. Bisher konzentrierten sich die Studien auf die Atmosphären, aber LHS 3844b, eine felsige Welt ähnlich wie Merkur ohne Gashülle, hat es ermöglicht, ihre ewige Tagseite zu beobachten, die in 50 Lichtjahren Entfernung auf hohe Temperaturen erhitzt wird.
Wie das Webb die Wärme eines Gesteins aus 50 Lichtjahren einfing 🔥
Das Team nutzte das MIRI-Instrument des Webb, um die thermische Emission von LHS 3844b im infraroten Licht zu messen. Da der Planet gebunden ist, zeigt seine Tagseite immer zum roten Zwergstern. Das Fehlen einer Atmosphäre ermöglichte es dem Teleskop, die direkte Wärme der Oberfläche ohne Filter oder Zwischenschichten zu erfassen. Die Daten bestätigen, dass es sich um eine vulkanische und sterile Wüste handelt.
Ein Planet mit mehr Biss als ein Montagmorgen ☀️
LHS 3844b ist der Nachbar, den man nicht haben möchte. Mit einer Seite, die immer Tag hat und ohne Atmosphäre, muss seine Oberfläche die Hölle auf Erden sein. Gäbe es einen kosmischen Toaster, wäre dieser Planet das effizienteste Modell: konstante Hitze, keine Wolken, die die Aussicht verderben. Zumindest brauchte das Webb keine Sonnencreme, um seine Temperatur zu messen.