James Gunn: sein Meisterwerk und sein schwächster Film im Kontext

13. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

James Gunn hat sowohl bei Marvel als auch beim neuen DC seine Spuren hinterlassen. Von all seinen Arbeiten ragt Guardians of the Galaxy als sein rundester Film heraus, der Humor, Action und Herz vereint. Im Gegensatz dazu gilt Guardians of the Galaxy Vol. 2 als sein ungleichmäßigster Beitrag, obwohl er starke Momente wie den Tod von Yondu und einen soliden, von Kurt Russell gespielten Bösewicht bewahrt.

Ein Panel teilt das Bild: Links leuchten die Guardians aus Vol. 1 im Weltraum; rechts flankieren Yondu und Kurt Russell das düsterere Vol. 2.

Der narrative Puls und der Einsatz von CGI in der Saga 🎬

Gunn bewies im ersten Teil eine bemerkenswerte Kontrolle über das Tempo und die Figurenentwicklung, wobei sich das CGI nahtlos einfügte, ohne die Handlung zu überladen. In Vol. 2 beeinträchtigten der Überfluss an visuellen Effekten und die episodische Struktur den Erzählfluss. Die Animation von Ego und dem lebenden Planeten von Kurt Russell ist jedoch technisch einwandfrei. Der Soundtrack mit klassischen Hits bleibt in beiden Filmen ein Volltreffer, auch wenn er in der Fortsetzung durch die Wiederholung des Schemas etwas an Frische verliert.

Yondu, der Bösewicht, der die Show (und die Pfeile) stahl 🏹

Kurt Russell leistet als Ego, ein Planet mit buchstäblichem Ego, solide Arbeit. Aber seien wir ehrlich: Der wahre denkwürdige Bösewicht von Vol. 2 ist Yondu, der nicht einmal der Schurke ist. Michael Rooker stiehlt dem Film mit seinem pfeifenden Pfeil und seiner finalen Erlösung die Show. Während Ego versucht, ein kosmischer Gott zu sein, verdient sich Yondu das Weinen des Publikums mit einem Tod, den nicht einmal der Sammler von Knowhere vorhersehen konnte. Ironien des Weltraums.