Die Dokumentation Inside The Works, produziert von Ziggy Cashmere, übertrifft 12.000 Aufrufe auf YouTube und hat sich zu einem Schlüsseldokument der frühen digitalen Animation entwickelt. Mit 82 Minuten Filmmaterial erzählt sie die Geschichte von The Works, einem verlorenen und unvollendeten Computerfilm, der in den 1970er Jahren am NYIT entstand. Der Film versammelt Aussagen von Pionieren wie Ed Catmull, Alvy Smith und Gordon Moore sowie Künstlern wie Tom Sito und Lance Williams und bietet einen direkten Einblick in die Ursprünge einer Industrie.
Die Hardware der 70er, die von Toy Story träumte 🖥️
The Works entstand am NYIT mit der damaligen Hardware: Computer mit weniger Leistung als ein heutiger Taschenrechner und Speichersysteme, die ganze Räume einnahmen. Die Dokumentation beschreibt detailliert, wie Catmull und sein Team Rendering-Algorithmen und Keyframe-Animationstechniken ohne grafische Benutzeroberflächen entwickelten und mit Assemblersprache und terminals ohne Maus arbeiteten. Jedes Einzelbild erforderte stundenlange Berechnungen, und der Film wurde aufgrund technischer Einschränkungen nie fertiggestellt. Dieses Experiment legte die konzeptionellen Grundlagen, die später bei Pixar und in der CGI-Industrie erblühten.
Als das Rendern eines Würfels eine epische Odyssee war 🎬
Die Dokumentation zeigt diese Genies, die erklären, wie das Animieren einer Kugel mehr Zeit in Anspruch nahm als für einen Bildhauer der Renaissance, eine Marmorstatue zu schaffen. Gordon Moore, Mitbegründer von Intel, über Arbeitsspeicher in Kilobyte sprechen zu sehen, ruft eine Mischung aus Nostalgie und nervösem Lachen hervor. Das Ironischste ist, dass The Works, ein gescheitertes und vergessenes Projekt, heute mehr Aufrufe auf YouTube hat als viele moderne Animationsfilme an ihrem ersten Tag. Die Technologie schreitet voran, aber die Faszination für glorreiche Misserfolge ist ewig.