Griechenland zahlt teuer für seinen Sonnenüberschuss: Schuld ist der Strommarkt

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Griechenland produziert immer mehr Solar- und Windenergie, doch die Haushalte zahlen weiterhin überhöhte Stromrechnungen. Der Grund dafür ist nicht der Mangel an erneuerbaren Energien, sondern die Gestaltung des europäischen Großhandelsmarktes, bei dem der Preis durch das letzte Kraftwerk bestimmt wird, das zur Deckung der Nachfrage benötigt wird – in der Regel ein Gaskraftwerk. So führt der Überfluss an billiger Energie nicht zu echten Einsparungen für den Endverbraucher.

Griechische Solarfarm auf einer Insel am Mittag, Photovoltaikpaneele reflektieren intensives Sonnenlicht, Stromzähler dreht sich schnell, während im Hintergrund die Silhouette eines Gaskraftwerks aufragt, Pfeile zeigen billigen Solarstrom, der in einen Netzengpass fließt, während teurer Gasstrom ihn umgeht und die Häuser erreicht, eine Familie betrachtet eine hohe Rechnung auf einem Tablet, filmische technische Illustration, dramatischer Kontrast zwischen hellen, sonnenbeschienenen Paneelen und der dunklen Industrieanlage, leuchtende Energieflusslinien, fotorealistische technische Visualisierung

Das Marginalpreismodell verzerrt den Strompreis ⚡

Das als Marginalpreis- oder Merit-Order-System bekannte Modell funktioniert so: Alle Technologien (Solar, Wind, Wasserkraft, Gas) konkurrieren in einer Auktion. Die günstigsten kommen zuerst herein, aber alle erhalten den Preis der letzten und teuersten eingesetzten Einheit – fast immer ein Gaskraftwerk. Dies führt zu außergewöhnlichen Gewinnen für die erneuerbaren Energien, die ihre Energie zu einem Preis verkaufen, der weit über ihren Produktionskosten liegt, während die Verbraucher die Mehrkosten des Gases tragen.

Billige Sonne, Gasrechnung: Der Betrug des Jahrhunderts 💸

Es ist, als würde man in ein Buffet-Restaurant gehen, wo man den Preis des teuersten Gerichts bezahlt, das jemand am Tisch bestellt, auch wenn man selbst nur Salat isst. Griechenland hat mehr als genug Sonne, um halb Europa zu versorgen, aber weil der Markt sagt, dass der Preis von einem italienischen Gaskraftwerk bestimmt wird, zahlen die Griechen, als würden sie ihr Abendessen mit einem Feuerzeug erhitzen. Die Marktlogik ist perfekt – solange man nicht in ihr lebt.