Einem Team japanischer Wissenschaftler ist es gelungen, eine extrem dünne Galaxie zu entdecken, die etwa 800 Millionen Jahre nach dem Urknall existierte. Diese Entdeckung gewährt einen Einblick in die Ära der Population-III-Sterne, uralte Himmelskörper, die nur aus Wasserstoff und Helium bestehen und deren Existenz aufgrund ihres schwachen Lichts und ihrer enormen Entfernung bisher schwer nachweisbar war.
Das Teleskop, das das frühe Universum enthüllte 🔭
Das Team nutzte Daten des James-Webb-Weltraumteleskops sowie Bildverarbeitungstechniken, um das schwache Signal dieser Galaxie namens JD1 zu isolieren. Ihre längliche Form und geringe Masse deuten darauf hin, dass sie Ansammlungen von Population-III-Sternen beherbergt. Die Beobachtung gelang dank der Gravitationslinse eines nahen Galaxienhaufens, der das Licht des uralten Objekts verstärkte.
Sterne, die schnell lebten und jung starben 💫
Diese Population-III-Sterne waren so massereich, dass sie nur wenige Millionen Jahre lebten – wie ein Star in einer Reality-Show. Man nimmt an, dass sie als Supernovae explodierten und schwere Elemente im Kosmos verstreuten. Aber zumindest wissen wir jetzt, dass sie existierten, auch wenn ihr Vermächtnis nur ein Haufen Sternenstaub und ein paar wissenschaftliche Arbeiten sind.