Fotografía 3D: Das Stativ reicht nicht mehr aus

15. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die 3D-Technologie ist kein Spielzeug von Ingenieuren mehr, sondern hält Einzug ins Fotostudio. Warst du früher auf natürliches Licht und einen guten Bildausschnitt angewiesen, kannst du jetzt Objekte mit echtem Volumen erfassen und später bearbeiten. Ein klares Beispiel: Ein Produkt für einen Katalog fotografieren und es dann in 360 Grad drehen können, ohne das Set neu aufbauen zu müssen. Programme wie Blender oder Agisoft Metashape ermöglichen es, aus Fotos dreidimensionale Netze zu generieren.

Fotograf mit Kamera auf Stativ, LED-Leuchten und Bildschirm, der ein sich drehendes 3D-Modell eines Schuhs zeigt.

Vom flachen Bild zur Punktwolke 📸

Der technische Prozess heißt Fotogrammetrie. Du machst zwischen 30 und 100 Fotos eines Objekts aus verschiedenen Winkeln, immer mit einer Überlappung von 60%. Anschließend analysieren Programme wie RealityCapture oder Meshroom die Pixel und berechnen die Position jedes Punktes im Raum. Das Ergebnis ist eine Punktwolke, die in ein texturiertes Modell umgewandelt wird. Mit ZBrush oder Substance Painter kannst du Unvollkommenheiten nachbearbeiten. Du brauchst keinen Laserscanner; deine aktuelle Kamera reicht aus.

Der Kunde, der den Pulli von innen sehen will 🧥

Du kommst mit allem bereit zur Session und der Kunde sagt: Können wir sehen, wie das Innenfutter aussieht?. Anstatt das Kleidungsstück aufzutrennen oder eine Migräneattacke vorzutäuschen, drehst du das 3D-Modell auf dem Bildschirm. Das verblüffte Gesicht ist gratis. Das Blöde: Danach bittet er dich, eine virtuelle Tasche hinzuzufügen, und du, der du dich nur mit Fotografie auskanntest, lernst um zwei Uhr morgens das Modellieren in SketchUp. Die 3D-Technologie rettet dich, aber sie fordert ihren Tribut in Form von Schlafstunden.