Ewa Juszkiewicz verunstaltet klassische Schönheit im Thyssen

28. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das Museo Thyssen-Bornemisza beherbergt die erste Einzelausstellung von Ewa Juszkiewicz, eine Schau, die historische Frauenporträts verzerrt. Die polnische Künstlerin führt Elemente wie Stoffe, Blumen und Früchte ein, die die Gesichter verhüllen oder verformen und damit traditionelle Schönheitsideale in Frage stellen. Die bis zum 6. September geöffnete Ausstellung vereint mehr als zwanzig Werke von 2013 bis heute und kombiniert klassische Technik mit einer zeitgenössischen Palette im direkten Dialog mit der ständigen Sammlung des Museums.

Classical oil painting of a 19th century noblewoman in ornate gown, her face obscured by cascading green fabric and blooming peonies, paintbrush in hand actively distorting features on canvas, museum gallery walls with gilded frames visible behind, dramatic chiaroscuro lighting, thick impasto strokes contrasting with smooth skin textures, cinematic fine art photography style, technical art restoration process showing pigment layers being manipulated, ultra-detailed brushwork and canvas weave, photorealistic art documentation render

Der technische Prozess hinter der malerischen Verzerrung 🎨

Juszkiewicz verwendet eine Methodik, die die Ölmalerei des 17. Jahrhunderts nachahmt, mit dünnen Schichten und Lacken, die die Alterung der flämischen Meister imitieren. Sie führt jedoch eine Störung ein: Das weibliche Gesicht wird durch ein organisches Volumen (eine Knospe, eine Frucht) ersetzt, das mit lebendigen, gesättigten Farben gemalt ist, was einen anachronistischen Kontrast erzeugt. Dieser Zusammenprall zwischen der alten Technik und dem zeitgenössischen Motiv schafft eine visuelle Spannung, die den Betrachter zwingt, seinen Blick auf das Porträt und den Kanon neu auszuhandeln.

Blumen im Gesicht: Das Make-up, das wir nicht bestellt haben 🌸

Wenn du jemals dachtest, dass ein Damenporträt aus dem 18. Jahrhundert mehr Vegetation brauchte, dann ist dies deine Ausstellung. Juszkiewicz löst die Frage, was man mit den langweiligen Gesichtern in Museen tun soll: Sie bedeckt sie mit einem Blumenstrauß oder einem riesigen Pfirsich. Es ist, als hätte die Künstlerin entschieden, dass das historische Make-up nicht ausreichte und sich für einen botanischeren Look entschieden. Allerdings müssen sich diese Damen jetzt zumindest keine Sorgen mehr um Falten machen.