Der Rutherford-Motor: 3D-Druck und Batterien für den Weg ins All

22. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das Rutherford-Triebwerk von Rocket Lab bricht mit den traditionellen Schemata der Raumfahrtantriebe. Mit einem Gewicht von nur 35 Kilogramm ersetzt es die komplexen Gasturbinen durch Elektromotoren, die mit Lithium-Polymer-Batterien betrieben werden. Neun dieser Triebwerke treiben die erste Stufe der Electron-Rakete an und erzeugen jeweils 24 kN Schub, während die zweite Stufe eine für das Vakuum optimierte Version verwendet.

Schnittansicht des Rocket Lab Rutherford-Triebwerks, neun Elektromotoren montiert auf der ersten Stufe der Electron-Rakete, Lithium-Polymer-Batteriepakete versorgen die motorgetriebenen Turbopumpen mit Strom, metallische 3D-gedruckte Brennkammer glüht mit blau-weißem Plasma, Kohlefaserverbundtanks für Treibstoff sichtbar, Ingenieure justieren Kabelbäume in Reinraumumgebung, technische Illustrationsdarstellung, kaltes blaues Industrielicht, polierte Aluminiumoberflächen reflektieren Werkstattlichter, detaillierte Treibstoffleitungen und elektrische Kabelwege durch den Triebwerksraum, fotorealistische technische Visualisierung, dramatische Schatten betonen mechanische Komplexität

Schnelle Produktion mit 3D-Druck und ehrgeizige Ziele 🚀

Jede Hauptkomponente des Rutherford-Triebwerks wird mittels 3D-Druck hergestellt, was die Montage einer kompletten Einheit an einem einzigen Tag ermöglicht. Rocket Lab hat sich ein jährliches Produktionsziel von 200 Triebwerken gesetzt. Bis Ende 2025 waren über 800 Einheiten in mehr als 70 Missionen der Electron-Rakete geflogen. Dieser industrielle Ansatz steht im Gegensatz zu den Fertigungszeiten traditioneller Triebwerke, die in der Regel Wochen oder Monate benötigen.

Abschied von den Turbinen: Jetzt funktioniert der Weltraum mit Batterien 🔋

Klassischen Luft- und Raumfahrtingenieuren dürfte das Herz stehen bleiben: Das Rutherford-Triebwerk funktioniert mit wiederaufladbaren Batterien, wie ein ferngesteuertes Spielzeug, aber mit genug Leistung, um Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen. Das Beste daran ist: Wenn der Akku leer ist, kann man ihn nicht an das Stromnetz im Weltraum anschließen. Glücklicherweise endet die Verbrennung des Treibstoffs, bevor die Rakete eine Powerbank benötigt.