Das James-Webb-Teleskop enthüllt das verborgene Herz der Tintenfischgalaxie

10. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das James-Webb-Teleskop hat wieder einmal zugeschlagen. Dieses Mal hat sein Instrument MIRI ein Bild der Spiralgalaxie Messier 77 eingefangen, auch bekannt als der Tintenfisch, die 45 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Die Aufnahme im mittleren Infrarot zeigt ihre Spiralarme, eine Staubscheibe und einen so hellen aktiven Kern, dass er die Kameras des Teleskops überstrahlt.

Eine blaue und rote Spiralgalaxie mit einem blendend weißen Kern, umgeben von einer Staubscheibe und hellen Armen im mittleren Infrarot.

Ein schwarzes Loch mit 8 Millionen Sonnenmassen am Steuer 🕳️

Im Zentrum von M77 verbirgt sich ein supermassereiches schwarzes Loch mit 8 Millionen Sonnenmassen. Es zieht Gas in eine schnelle Umlaufbahn, was heftige Kollisionen und eine intensive Strahlung erzeugt, die den Rest der Galaxie überstrahlt. Diese kompakte Region aus heißem Gas ist so stark, dass sie optische Beugungsartefakte verursacht, die als helle orangefarbene Linien sichtbar sind, die nicht Teil der Galaxie sind, sondern des Teleskops selbst.

Der Tintenfisch, der mit seiner eigenen Helligkeit nicht klarkommt 📸

Die Galaxie hat buchstäblich ein Belichtungsproblem. Ihr Zentrum ist so blendend, dass das James-Webb-Teleskop trotz seiner ganzen Technologie am Ende Flecken sieht. Es ist, als würde man versuchen, mit dem Handy ein Foto von einem Leuchtturm zu machen: Das Ergebnis sind Lichtstrahlen, die gar nicht da sind. Zumindest hat der Tintenfisch die Ausrede, ein schwarzes Loch in der Mitte zu haben; wir haben nur eine schlechte Handhaltung.