Das Eis auf Merkur könnte an einem einzigen Tag von achtundachtzig Erdentagen angekommen sein

24. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Eine neue Studie schlägt einen unkonventionellen Ursprung für die Eisablagerungen an den Polen des Merkur vor. Laut den Forschern könnte der Einschlag eines Kometen oder eines eisigen Asteroiden Wasserdampf in die Atmosphäre des Planeten freigesetzt haben. Aufgrund der geringen Schwerkraft entwich der Dampf nicht sofort ins All, sondern kondensierte in den permanent beschatteten Polkrattern und bildete an einem einzigen Tag des Planeten dicke Schichten.

Innenansicht eines Merkur-Polkraters, Kometenfragment zerbricht in dünner Atmosphäre, helle weiße Dampffahne steigt nach oben, Wasserdampf kondensiert zu Eiskristallen, die in den permanent beschatteten Krater fallen, dickes geschichtetes Eis bildet sich auf dem felsigen Boden, einzelner 88-Erdentage-Rotationszyklus angedeutet durch Schattenbewegung, filmische fotorealistische Weltraumvisualisierung, ultra-detaillierte Kraterrandtexturen, kalte blau-schwarze Schatten, leuchtende Kometentrümmerspur, Kondensationsprozess des Dampfes sichtbar als feine Eispartikel, dramatische kosmische Beleuchtung durch die ferne Sonne, hyperrealistische Planetenoberfläche, technischer wissenschaftlicher Illustrationsstil

Wie die geringe Schwerkraft den Wasserdampf einfing 🧊

Der Schlüssel zum Prozess liegt in der dünnen Atmosphäre des Merkur und seiner schwachen Schwerkraft, die Gase kaum zurückhält. Nach dem Einschlag expandierte der Wasserdampf, konnte aber nicht schnell ins All entweichen. Innerhalb von Stunden kondensierte der Dampf zu Eispartikeln, die auf die Pole fielen, wo die völlige Abwesenheit von Sonnenlicht ihr Schmelzen verhindert. Modelle deuten darauf hin, dass dieser Mechanismus in einem einzigen Zyklus von 88 Erdentagen genug Eis ansammeln konnte, wie es von der Sonde MESSENGER beobachtet wurde.

Merkur: Das eisige Paradies, das niemand erwartet hatte 🚀

Dass der sonnennächste Planet Eis hat, klang bereits wie ein kosmischer Scherz. Aber dass all dieses Eis an einem einzigen Merkurtag entstanden ist, ist so, als würde auf der Erde mitten im August ein Komet einen Eiswürfel in der Sahara abwerfen und am nächsten Tag gäbe es dort eine Eisbahn. Zumindest, falls sich ein Weltraumtourist verirrt, weiß er jetzt, wo er nach Wasser für die Thermoskanne suchen muss.