Das Innenministerium hat seit 2018 eine Schuld von 76,3 Millionen Euro bei den Autonomen Gemeinschaften für die Gesundheitsversorgung von Gefangenen angehäuft. Bisher wurden 121,4 Millionen gezahlt, aber die Lücke wächst weiter. Madrid führt die Liste mit 27,2 Millionen Euro ausstehenden Zahlungen an, gefolgt von Andalusien (14,8) und den Balearen (7,2). Auch Aragonien, die Kanarischen Inseln, Kastilien und León sowie Galicien fordern erhebliche Beträge.
Ein Abrechnungssystem, das eine technische Überprüfung benötigt 💻
Das aktuelle Modell der Überweisungen zwischen dem Innenministerium und den Gesundheitsministerien leidet unter Interoperabilitätsfehlern. Die Datenbanken der Justizvollzugsanstalten synchronisieren sich nicht in Echtzeit mit den autonomen Gesundheitssystemen, was zu Verzögerungen bei der Validierung von Rechnungen führt. Eine technisch gangbare Lösung wäre die Implementierung einer Middleware auf Basis der HL7-FHIR-Standards, die die Patientenakten von Inhaftierten vereinheitlicht und die Zahlungen automatisiert. Das Fehlen einer gemeinsamen API zwischen den Verwaltungen bremst jedoch die Entwicklung.
Gefangene mit Gesundheit, Finanzministerium mit Kopfschmerzen 🤕
Es scheint, als verwechsele das Innenministerium die Schulden mit einem Besuchsrecht: Es verspricht zu zahlen, kommt aber nie. Währenddessen versorgen die Ärzte der Autonomen Gemeinschaften die Insassen mit derselben Professionalität, als wären sie Beamte, nur dass sie mit der Pipette bezahlt werden. Wäre die Gefängnisgesundheit eine Serie, würde ihr Titel Der Patient 76 Millionen: eine endlose Staffel lauten. Zumindest haben die Gefangenen ein Bett und Essen sicher; die Gemeinschaften haben nur ausstehende Rechnungen.