120 Jahre lang war das Omiltemi-Kaninchen ein Mythos für die Wissenschaft: 1904 beschrieben und nie wieder von Zoologen gesehen. Während Experten es in der Sierra Madre del Sur für verschollen hielten, jagten und züchteten die Bewohner von Guerrero es, ohne zu wissen, dass es sich um eine verlorene Art handelte. Eine unerwartete Wendung kam 1998 mit einem von Jägern übergebenen Fell, aber die endgültige Bestätigung ließ noch zwei Jahrzehnte auf sich warten.
Wie die Technologie eine verborgene Art wiederentdeckte 🧬
Das Team von José Alberto Almazán-Catalán, vom Programm Search for Lost Species von Re:wild, verfolgte zwischen 2019 und 2024 einen methodischen Ansatz. Sie setzten Kamerafallen, Umwelt-DNA-Analysen und Interviews mit lokalen Gemeinschaften ein, um das Kaninchen in zehn Gebieten aufzuspüren. Sie fanden es in sieben, was eine dreimal größere Verbreitung als geschätzt offenbarte. Die Zusammenarbeit mit Jägern und Züchtern war der Schlüssel zur Kartierung seines tatsächlichen Lebensraums und zeigte, dass die bisherigen wissenschaftlichen Daten aufgrund fehlender Feldarbeit unvollständig waren.
Das Kaninchen, das ein Jahrhundert lang über Wissenschaftler lachte 🐇
Während sich Zoologen den Kopf darüber zerbrachen, das Omiltemi-Kaninchen in Büchern und Museen zu suchen, hatten die Bewohner von Guerrero es auf dem Speiseplan. Es stellte sich heraus, dass die Art nicht nur nicht ausgestorben war, sondern häufiger vorkam als eine Erkältung im Winter. Das Kaninchen wartete mit aller Ironie geduldig darauf, dass die Experten aufhörten, alte Karten zu studieren, und die einheimische Bevölkerung fragten. Hundert Jahre Suche, nur um zu entdecken, dass der Schatz in der Nachbarsküche lag.