Zerschlagung eines Erpressungsnetzwerks mit Auftragskillern auf Datingseiten

12. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Nationalpolizei hat eine kriminelle Organisation zerschlagen, die durch den bekannten Auftragskiller-Betrug mehr als 500 Opfer erpresst hat. Die Gruppe schaltete auf Dating-Seiten gefälschte Anzeigen von Frauen, die sexuelle Dienstleistungen anboten. Bei telefonischem Kontakt gaben sich die Erpresser als Chef des Clubs aus, um die Opfer unter Druck zu setzen. Ein Zweig mit Sitz in Fuerteventura war auf Menschenhandel spezialisiert und verkaufte Kundendaten für 50 Euro, um die Erpressung zu erleichtern.

Ein vermummter Agent hält ein Telefon neben einem Dating-Schild, mit Handschellen und einem dunklen Hintergrund eines kriminellen Netzwerks.

Die Nutzung gestohlener Daten als Treibstoff für den Betrug 🗂️

Die Organisation setzte Techniken des Social Engineering und Datenscrapings ein, um potenzielle Kunden zu identifizieren. Über fiktive Profile auf Dating-Plattformen beschafften sie Telefonnummern und persönliche Daten. Der Zweig in Fuerteventura lieferte Informationen über echte Kunden aus dem Menschenhandel und verkaufte jeden Kontakt für 50 Euro. Dieser Datenfluss speiste ein Erpressungssystem, bei dem die Opfer mit Auftragskillern bedroht wurden, wenn sie nicht zahlten. Die Struktur arbeitete mit einer Anrufverwaltungssoftware und aufgesplitterten Bankkonten, um die Rückverfolgung zu erschweren.

Der Clubchef, der nur am Telefon existierte 🤖

Künstliche Intelligenz und Automatisierung sind so weit fortgeschritten, dass sogar die Chefs von Dating-Clubs erfunden sind. Die kriminelle Organisation schuf eine fiktive Figur, den Clubchef, der die Opfer mit Auftragskillern bedrohte. Das Merkwürdige ist: Wenn sie zahlten, verschwand der Chef. Vielleicht ist es am besten, den Erpresser zu fragen, ob der Auftragskiller eine Website mit Kundenbewertungen hat oder ob er Überweisungen per Bizum akzeptiert. Zumindest hat der Betrug ein besseres Drehbuch als so manche neue Serie.