Plastische Verformung in CAES-Tanks: 3D-Scan und FEM-Simulation

23. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die forensische Analyse eines Stahltanks zur Druckluftspeicherung (CAES) ergab eine anomale Ausbeulung auf seiner Oberfläche. Die Haupthypothese deutet auf eine plastische Verformung hin, die durch einen übermäßigen thermischen Lastzyklus während einer schnellen Kompressionsphase verursacht wurde. Zur Bestätigung wird ein dualer Workflow implementiert: vergleichendes 3D-Scannen mit Geomagic Control X und Finite-Elemente-Simulation mit ANSYS Mechanical, um zwischen reversibler elastischer Verformung und permanenter Materialschädigung unterscheiden zu können.

CAES-Tank mit Ausbeulung durch plastische Verformung, 3D-Scan und forensische FEM-Simulation

Forensischer Workflow: Von der Punktwolke zum Ermüdungsmodell 🔍

Der Prozess beginnt mit der Erfassung der realen Tankgeometrie mittels eines Leica Cyclone Scanners, wodurch eine hochdichte Punktwolke generiert wird. Diese wird in Geomagic Control X importiert, um eine Oberflächenabweichungsanalyse gegen das nominelle CAD-Modell durchzuführen. Bereiche mit Abweichungen von mehr als 0,5 % der Wandstärke werden als Kandidaten für plastische Verformung identifiziert. Anschließend wird das Netz des verformten Bereichs extrahiert und in ANSYS Mechanical übertragen. Dort werden die Randbedingungen des realen thermischen Zyklus (Temperaturgradient und Innendruck) angewendet, um das Verhalten des Stahls gemäß der Ermüdungsnorm ASME BPVC zu simulieren. Die Simulation berechnet die von-Mises-Vergleichsspannungen und die akkumulierten plastischen Dehnungen, wobei die Ergebnisse mit den tatsächlichen Messungen des Scans abgeglichen werden, um die Hypothese zu validieren.

Thermische Ermüdung und Wiederverwendung des Anlageguts ⚙️

Die Korrelation zwischen der gemessenen Ausbeulung und dem simulierten Feld der plastischen Dehnung bestätigt, dass der Stahl während des schnellen Kompressionszyklus seine Streckgrenze überschritten hat. Dieser Befund schließt eine Wiederverwendung des Tanks ohne Glühbehandlung oder direkten Austausch aus, da die thermische Ermüdung seine verbleibende Nutzungsdauer verringert hat. Die Integration von 3D-Scanning und FEM-Simulation diagnostiziert nicht nur den Fehler, sondern etabliert ein Protokoll für die vorausschauende Inspektion zukünftiger Lastzyklen in CAES-Systemen.

Wie kann die Integration von 3D-Scanning und FEM-Simulation die genaue Abfolge der plastischen Verformungsereignisse aufdecken, die zu der anomalen Ausbeulung in einem CAES-Stahltank geführt haben?

(PS: Materialermüdung ist wie deine nach 10 Stunden Simulation.)