Gegenseitige Fürsorge und Endlichkeit: Hamaguchi in Cannes

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der japanische Regisseur Ryusuke Hamaguchi kehrt mit einem Film nach Cannes zurück, der den Sinn des Lebens angesichts des Todes untersucht. Die Geschichte konzentriert sich auf die Begegnung zwischen einer Frau mit einer terminalen Diagnose und ihrer Pflegerin und erforscht, wie der Kapitalismus menschliche Bindungen zerstört und die Möglichkeit einer Utopie inmitten der Endlichkeit.

Japanische Pflegerin stellt ein medizinisches Tropfgerät neben einem Bett ein, weibliche Patientin mit blasser Haut liegt, beide Frauen lächeln sich sanft an, Krankenzimmer mit Holzmöbeln und Schiebetüren aus Papier, kapitalistische Symbole wie Münzstapel und Uhrzeiger verblassen im Hintergrundschatten, warmes Sonnenuntergangslicht durch das Fenster, filmische Körnung, geringe Schärfentiefe, fotorealistischer Stil, sanfte Handbewegung der Patientin zur Pflegerin, medizinische Gerätekabel schlängeln sich über den Tatami-Mattenboden, utopischer Glanz um ihre Gesichter im Kontrast zu den dunklen Raumecken

Die technische Architektur menschlicher Begleitung 🏗️

Hamaguchi verwendet lange Einstellungen und berechnete Stille, um die Spannung zwischen den Protagonistinnen aufzubauen. Seine Kamera beobachtet ohne zu urteilen und fängt die Mikrogesten ein, die die gegenseitige Fürsorge definieren. Der minimalistische Soundtrack beschränkt sich auf Umgebungsgeräusche, die das Gefühl einer aufgehobenen Zeit verstärken, während das Drehbuch Melodramen vermeidet, um sich auf den Alltag und den täglichen Widerstand gegen ein System zu konzentrieren, das das Leben zur Ware macht.

Der Kapitalismus deckt keine Pflegeauszeit ab 💸

Zwei Menschen dabei zu sehen, wie sie versuchen, eine Utopie aufzubauen, während die eine stirbt und die andere dafür bezahlt wird, sie zu pflegen, hat schon seinen Reiz. Hamaguchi erinnert uns daran, dass der Kapitalismus im Grunde keine Überstunden für Zärtlichkeit bezahlt. Das, was hier einem Paradies am nächsten kommt, ist eine Wohngemeinschaft mit Blick auf ein Krankenhaus, und nicht einmal die ist hypothekenfrei.