Korrosion durch galvanische Elemente bei schwimmenden Ankern: der stille Feind der Ermüdung

30. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der kürzliche Bruch von Festmacherleinen in einem schwimmenden Offshore-Windpark hat die Aufmerksamkeit auf ein Phänomen gelenkt, das Materialingenieuren wohlbekannt ist, aber in Lebensdauerberechnungen oft unterschätzt wird: die galvanische Korrosion. Dieser elektrochemische Prozess, beschleunigt durch die salzhaltige Umgebung und die zyklischen Belastungen durch Wellengang, reduziert nicht nur den tragenden Querschnitt des Stahls, sondern erzeugt auch Lochfraß, der als Spannungskonzentrator wirkt. Das Ergebnis ist ein vorzeitiger Ermüdungsbruch, der Jahre früher auftreten kann als in den Konstruktionshandbüchern vorgesehen.

Simulación de fatiga en anclajes flotantes con corrosión galvánica en ambiente marino salino

Modellierung dynamischer Lasten und Verformungsanalyse mit OrcaFlex und GOM Inspect 🛠️

Um zu verstehen, wie galvanische Korrosion die Ermüdung beschleunigt, ist es notwendig, die reale Umgebung zu simulieren. OrcaFlex ermöglicht die Modellierung der dynamischen Lasten, denen der Anker ausgesetzt ist: axiale Spannungen, durch die Plattformbewegung induzierte Biegung und hochfrequente Vibrationen. Diese Lastdaten werden mit dem Korrosionsbild gekreuzt, das durch 3D-Scannen gewonnen wurde. Hier kommt GOM Inspect ins Spiel, das die in den korrodierten Bereichen akkumulierten plastischen Verformungen analysiert. Die Kombination zeigt, dass ein Lochfraß von nur 0,5 mm Tiefe die Ermüdungslebensdauer des Materials um mehr als 40 % reduzieren kann. Der nächste Schritt ist die Dokumentation der tatsächlichen Bruchgeometrie mit Leica Cyclone, wodurch eine Punktwolke erzeugt wird, die als digitaler Zwilling des beschädigten Bauteils dient.

Lebensdauervorhersage: Vom digitalen Zwilling zur intelligenten Inspektion 🔍

Die Lehre ist klar: Visuelle Überwachung reicht nicht aus. Mit den Daten von OrcaFlex, GOM Inspect und Leica Cyclone können wir ein Vorhersagemodell erstellen, das anzeigt, wann eine Festmacherleine unter Berücksichtigung der tatsächlichen galvanischen Korrosion ihre Ermüdungsgrenze erreicht. Dies ermöglicht die Planung von Inspektionen an kritischen Punkten und den Austausch von Komponenten vor dem Bruch, wodurch Produktionsausfälle und Umweltrisiken vermieden werden. Die Industrie muss von einer reaktiven Wartung zu einer auf Materialermüdungssimulation basierenden Wartung übergehen und Korrosion als zusätzliche Lastvariable in die Strukturanalyse integrieren.

Wie kann die Wechselwirkung zwischen galvanischer Korrosion und Ermüdungsrissbildung in Stahl-Aluminium-Verbindungen von schwimmenden Ankern numerisch modelliert werden, um deren verbleibende Nutzungsdauer vorherzusagen?

(PS: Materialermüdung ist wie deine nach 10 Stunden Simulation.)