Out of the Blue Games, das Studio hinter Call of the Sea, kehrt mit einer Fortsetzung zurück, die die Tropen gegen das lovecraftsche Neuengland eintauscht. Call of the Elder Gods spielt im Jahr 1957 und folgt Professor Harry Everhart und Evangeline Drayton. Die Handlung verbindet Archäologie, okkulte Nazi-Verschwörungen und kosmische Schrecken, jedoch mit einem leichteren, abenteuerlicheren Ton, der eher an Indiana-Jones-Filme erinnert als an die klassische Hoffnungslosigkeit Lovecrafts.
Grafikengine und Rätseldesign für ein flüssigeres Spielerlebnis
Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 5 und ermöglicht detaillierte Innenräume der Universität von Arkham sowie versteckte Archive mit dynamischer Beleuchtung. Die Rätsel sind nahtlos in die Erzählung integriert, ohne den Spielfluss zu unterbrechen, wobei Erkundung und logische Deduktion vor Frustration gestellt werden. Das Studio hat Sackgassen reduziert und ein System kontextueller Hinweise hinzugefügt, um die Zugänglichkeit zu wahren, ohne die Tiefe der Rätsel rund um arkane Texte und Artefakte zu opfern.
Lovecraftsche Nazis: Der Feind, der in Videospielen nie versagt
Denn seien wir ehrlich: Nichts vereint die Zunft der Archäologen besser als eine Handvoll okkulter Nazis. Hier plündern sie nicht nur Gräber, sondern versuchen, uralte Wesenheiten zu beschwören – und das in tadellosen Uniformen. Harry und Evangeline müssen Runen entziffern, Fallen ausweichen und sich wahrscheinlich darüber ärgern, dass die Reiseversicherung keine alternativen Realitäten abdeckt. Wenigstens ist der Kaffee in der Cafeteria von Arkham weiterhin schlecht.