Im Jahr 1990 bewies Sierra On-Line, dass grafische Abenteuer nicht nur einen Weg kannten. Während Kings Quest V auf knallige Farben und digitalisierte Stimmen setzte, um die Abenteuer von König Graham zu verfolgen, wählte LOOM einen experimentelleren Pfad. Zwei Titel, die, ohne Ton oder Stil zu teilen, ein Schlüsseljahr für das Genre prägten, an der Hand ihrer Schöpfer.
256 Farben und Zaubersprüche mit Notenlinie 🎨
Kings Quest V war ein technischer Meilenstein durch die Nutzung der SCI1-Engine, die 256 gleichzeitige Farben und digitalisiertes Audio auf CD-ROM ermöglichte. Dies bedeutete einen visuellen Sprung für die damalige Zeit, obwohl sein Rätselsystem die klassische Logik der Serie beibehielt. Auf der anderen Seite entschied sich LOOM, erschaffen von Brian Moriarty, für eine einfachere Engine, aber mit einer radikalen Benutzeroberfläche: Anstelle eines Inventars wurden Zaubersprüche mit Musiknoten gewebt. Ein System, das Aufmerksamkeit für Rhythmus und Melodie erforderte und sich von den typischen Textbefehlen entfernte.
Graham schwitzt Blut und Wasser und abgelenkte Weber 🎵
Während der gute Graham das Spiel damit verbrachte, ein Stück Kuchen oder einen verlorenen Schlüssel zu suchen, um das Königreich zu retten, mussten sich die jungen Weber von LOOM nur darum kümmern, nicht aus dem Takt zu geraten. Allerdings: Wenn man in KQ5 die Eule tötete oder den Käse vergaß, musste man von vorne beginnen. In LOOM klang zumindest der Soundtrack schön, wenn man einen Zauberspruch vermasselte. Zwei verschiedene Arten, uns ins Schwitzen zu bringen: eine mit Logikrätseln und die andere mit Partituren.