Ein Fahrzeug wurde von der Hebebühne eines robotischen Vertikalparkplatzes eingeklemmt und zerquetscht. Die forensische 3D-Untersuchung muss klären, ob der Unfall durch eine optische Täuschung der Infrarot-Anwesenheitssensoren aufgrund von Reflexionen der Karosserie oder durch einen mechanischen Fehler der Sicherheitsbremsen des Aufzugs verursacht wurde. Diese Analyse ist entscheidend, um Verantwortlichkeiten festzustellen und die Sicherheit zu verbessern.
Kinematische Rekonstruktion der Quetschung mit FARO Scene und Navisworks 🚗
Der Gutachter beginnt den Prozess mit FARO Scene, um einen hochpräzisen Laserscan der Hebebühne und des beschädigten Fahrzeugs durchzuführen. Die resultierende Punktwolke erfasst die endgültige Position beider Elemente, einschließlich Verformungen des Blechs und der genauen Position der Infrarotsensoren. Diese Punktwolke wird in Navisworks importiert, wo die inverse Kinematik der Quetschung simuliert wird. Die Abwärtsbahn der Plattform wird nachgebildet und mit den Sensordaten abgeglichen, um zu überprüfen, ob das System die Anwesenheit des Fahrzeugs im kritischen Moment erkannt hat oder nicht. Der Vergleich der Punktwolke mit dem ursprünglichen Design ermöglicht die Messung des tatsächlichen Bremswegs und den Abgleich mit den technischen Spezifikationen der Sicherheitsbremsen.
Strukturelle Modellierung und Validierung der Hypothese des mechanischen Fehlers 🔧
Zur Analyse des möglichen mechanischen Fehlers wird Revit verwendet, um die gesamte Struktur des Roboterparkplatzes zu modellieren, einschließlich der Führungsschienen, des Seilsystems und des Bremsmechanismus. Das parametrische Modell ermöglicht die Simulation von Belastungen und Verschleiß an den Komponenten. Durch die Integration der Punktwolke von FARO Scene wird festgestellt, ob eine vorherige Fehlausrichtung der Schienen oder ein anormaler Verschleiß der Bremsbeläge vorlag. Dieser multidisziplinäre Arbeitsablauf zeigt, wie die Kombination aus 3D-Scan, kinematischer Simulation und BIM-Modellierung unerlässlich ist, um zu beurteilen, ob der Unfall ein Softwarefehler oder ein vermeidbarer mechanischer Defekt war.
Welche Einschränkungen weisen aus FARO-Daten generierte BIM-Modelle bei der Rekonstruktion von Kollisionsbahnen bei einem Einklemmen durch eine Roboterplattform auf, und wie werden sie mit Navisworks ergänzt, um die Abfolge des mechanischen Fehlers zu validieren?
(PS: Bei der Spurenanalyse ist jeder Maßstab ein kleiner, anonymer Held.)