Deutschland wird bis 2030 auf importierten grünen Wasserstoff angewiesen sein

17. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Deutschland bereitet sich auf einen starken Anstieg der Nachfrage nach grünem Wasserstoff bis 2030 vor. Die inländische Produktionskapazität wird den Bedarf jedoch nicht decken. Das Land wird auf massive Importe angewiesen sein, um seine Industrie und die Energiewende zu versorgen, was eine Debatte über Versorgungssicherheit und globale Logistik eröffnet.

Karte Deutschlands mit grünen Wasserstoffpipelines von Häfen, Fabriken und Windkraftanlagen, die die Importabhängigkeit bis 2030 symbolisieren.

Die Technologie der Elektrolyseure und die Importlogistik ⚙️

Um die Lücke zu schließen, fördert Deutschland Protonenaustauschmembran-Elektrolyseure (PEM) und hochkapazitive alkalische Elektrolyseure. Die lokale Produktion wird bis 2030 jedoch nur etwa 10 GW erreichen, weit entfernt von den geschätzten 130 TWh Jahresbedarf. Der Seetransport von grünem Ammoniak und die Umwandlung in Wasserstoff durch Cracking sind die technisch machbarsten Wege, obwohl sie Energieverluste von 20 % bis 30 % im Prozess mit sich bringen.

Der Wasserstoff kommt per Schiff, wie das Gas von früher 🚢

Deutschland plant, Wasserstoff aus Ländern mit mehr Sonne und Wind zu importieren, wie Spanien oder Chile. Die Idee ist einfach: Sie produzieren, wir zahlen. Das Lustige daran ist, dass der grüne Wasserstoff, nachdem Millionen für Subventionen und Machbarkeitsstudien ausgegeben wurden, letztendlich per Schiff reisen wird, wie Kohle oder Erdgas. Am Ende ist die Energiewende ein globales Geschäft, und die Sonne kann man nicht per Pipeline verschicken.