Aldama verteidigt sich: Er hat die Verschwörung nicht ins Leben gerufen, sondern sich ihr nur angeschlossen

11. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Víctor de Aldama hat über seinen Anwalt José Antonio Choclán seine abschließende Verteidigung vor dem Obersten Gerichtshof vorgelegt. Sein Hauptargument ist, dass er kein Korruptionsnetzwerk ersonnen hat, sondern von einer bereits seit 2015 bestehenden kriminellen Organisation angeworben wurde, als er mit bereits korrupten hochrangigen Staatsbeamten in Kontakt trat. Choclán räumt die Straftaten der kriminellen Vereinigung, Bestechung und Nutzung von Insiderinformationen ein, besteht jedoch darauf, dass sein Mandant weder der Anführer noch der Schöpfer des Netzwerks war.

Ein Anwalt flüstert einem gefesselten Mann im Obersten Gerichtshof zu, im Hintergrund Richter und auf dem Tisch Korruptionsunterlagen.

Der Algorithmus der Korruption: Wie man in einem kriminellen Netzwerk aufsteigt 🧠

Die Verteidigung von Aldama entwirft ein Schema, das einem Computersystem ähnelt: Der Benutzer programmiert die Malware nicht, sondern wird von ihr infiziert. In kriminellen Netzwerken ermöglicht der Zugang zu Schlüsselknoten (hohe Ämter) die Eskalation von Privilegien. Aldama wäre ein bösartiges Skript gewesen, das in einem bereits kompromittierten System ausgeführt wurde. Der Unterschied ist, dass in der Cybersicherheit der Patch die Anzeige ist. Hier scheint der Patch die eidesstattliche Erklärung zu sein. Der Abschlussbericht von Choclán fungiert als forensische Analyse: Er erkennt den Exploit, entlastet aber die ausführbare Datei.

Aldama: Der Junior, der sich ins Startup der Korruption geschlichen hat 💼

Na ja, Aldama war der Praktikant, der in die Firma kam, als alle schon klauten. Laut seiner Verteidigung hat er den Imbissstand nicht aufgebaut, er hat nur einen Kaffee bestellt und ihm wurde eine Provision draufgesetzt. Es ist, als käme man in ein Büro, sieht, dass alle die Kasse plündern, und einem wird gesagt: Du auch, denn hier gilt: Wer nicht rennt, fliegt. Also bat Aldama, anstatt die Polizei zu rufen, um einen Platz in der ersten Reihe. Jetzt sagt er, er sei nur ein weiterer Angestellter gewesen. Na, was für ein Lebenslauf.