Víctor de Aldama hat über seinen Anwalt José Antonio Choclán seine abschließende Verteidigung vor dem Obersten Gerichtshof vorgelegt. Sein Hauptargument ist, dass er kein Korruptionsnetzwerk ersonnen hat, sondern von einer bereits seit 2015 bestehenden kriminellen Organisation angeworben wurde, als er mit hohen Staatsbeamten in Kontakt trat, die bereits korrupt waren. Choclán räumt die Straftaten der kriminellen Vereinigung, Bestechung und Nutzung von Insiderinformationen ein, besteht jedoch darauf, dass sein Mandant weder der Anführer noch der Erfinder des Netzwerks war.
Der Algorithmus der Korruption: Wie man in einem kriminellen Netzwerk aufsteigt 🧠
Die Verteidigung von Aldama entwirft ein Schema, das einem Computersystem ähnelt: Der Benutzer programmiert die Malware nicht, sondern wird von ihr infiziert. In kriminellen Netzwerken ermöglicht der Zugang zu Schlüsselknoten (hohe Amtsträger) die Ausweitung von Privilegien. Aldama wäre ein bösartiges Skript gewesen, das in einem bereits kompromittierten System ausgeführt wurde. Der Unterschied besteht darin, dass in der Cybersicherheit der Patch die Anzeige ist. Hier scheint der Patch die eidesstattliche Erklärung zu sein. Der Abschlussbericht von Choclán fungiert wie eine forensische Analyse: Er erkennt den Exploit, entlastet aber die ausführbare Datei.
Aldama: Der Junior, der sich ins Startup der Korruption geschlichen hat 💼
Na ja, Aldama war der Praktikant, der in die Firma kam, als alle schon klauten. Laut seiner Verteidigung hat er den Laden nicht aufgemacht, er hat nur einen Kaffee bestellt und bekam eine Provision dazu. Es ist, als käme man ins Büro, sieht, dass alle die Kasse plündern, und einem wird gesagt: Mach mit, denn hier gilt: Wer nicht rennt, fliegt. Also bat Aldama, anstatt die Polizei zu rufen, um einen Platz in der ersten Reihe. Jetzt sagt er, er sei nur ein weiterer Angestellter gewesen. Na, das nenne ich einen Lebenslauf.