Drei Millionen für ländliche Kultur: Oxymoron oder Wirklichkeit

11. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das Kulturministerium hat eine Investition von 3 Millionen Euro angekündigt, um kulturelle Aktivitäten im ländlichen Raum im Rahmen seines Plans für kulturelle Rechte zu fördern. Die Initiative zielt darauf ab, das oft auf große städtische Zentren konzentrierte Kulturangebot zu dezentralisieren und den Zugang zu künstlerischem Schaffen in Dörfern und entvölkerten Gebieten zu gewährleisten.

Ein Plakat mit der Zahl 3 Millionen Euro schwebt über einem Weizenfeld, zwischen einem Traktor und einem hölzernen Landtheater, unter einem bewölkten Himmel.

Die digitale Kluft und Konnektivität als kulturelle Voraussetzung 🌐

Damit diese Investition eine tatsächliche Wirkung entfalten kann, ist die technologische Infrastruktur entscheidend. Ohne Glasfaser oder stabile 5G-Netze in ländlichen Gebieten stößt jedes Projekt zur kulturellen Digitalisierung (Streaming von Veranstaltungen, virtuelle Workshops oder interaktive Archive) an eine Wand. Der Plan sollte die Konnektivität als ermöglichende Voraussetzung priorisieren, sonst verdunstet ein Teil des Budgets beim Versuch, Inhalte mit Modemgeschwindigkeit der 90er hochzuladen.

Das WLAN im Rathaus als Ausstellungsraum 📡

Die Maßnahme klingt gut, aber man erinnert sich, dass in vielen Dörfern das größte kulturelle Ereignis des Jahres das Sommerfest und die Prozession des Schutzpatrons sind. Jetzt, mit 3 Millionen, haben wir vielleicht einen Theaterworkshop in demselben Raum, in dem die Lotterielose verkauft werden. Allerdings hoffen wir, dass nicht alles in einem Online-Kurs über Jotas-Tanz mit Virtual Reality endet, denn die Verbindung bricht jedes Mal ab, wenn es regnet, und der Monitor hängt sich auf.