Bill Gates treibt über sein Unternehmen TerraPower Natrium voran, einen Reaktor der vierten Generation, der die Spielregeln ändern soll. Die große Neuerung ist, dass Wasser durch flüssiges Natrium als Kühlmittel ersetzt wird. Dies ermöglicht den Betrieb bei deutlich niedrigeren Drücken als bei herkömmlichen Reaktoren, was zu einem inhärent sichereren und weniger komplexen Design führt.
Wie die Kühlung mit flüssigem Natrium funktioniert ⚛️
Flüssiges Natrium hat einen sehr hohen Siedepunkt, fast 883 Grad Celsius, im Vergleich zu 100 Grad bei Wasser. Dies ermöglicht den Betrieb des Reaktors bei Atmosphärendruck und eliminiert das Risiko von Explosionen durch Hochdruckdampf. Darüber hinaus enthält Natrium ein Energiespeichersystem mit geschmolzenen Salzen, das es ihm ermöglicht, seine Stromproduktion an die Nachfrage anzupassen – etwas, das bei der konventionellen Kernenergie ungewöhnlich ist.
Natrium: Der gefährliche Cousin des Wassers in der Nuklearküche 🔥
Allerdings hat die Verwendung von Natrium auch ihre Tücken. Wenn flüssiges Natrium mit Wasser oder Luft in Kontakt kommt, entzündet es sich wie ein riesiges Streichholz. Daher mussten die Ingenieure Systeme entwickeln, um es isoliert und in einer Argon-Atmosphäre zu halten. Der Reaktor ist also sicher, aber wenn jemand über das falsche Rohr stolpert, wäre der Schrecken episch. Gut, dass Bill Gates Geld hat, um Brände zu löschen.