Einem Wissenschaftlerteam ist es gelungen, die sogenannten atmosphärischen Flüsse, die die Antarktis durchqueren, in drei Dimensionen einzufangen. Diese Luftströmungen transportieren enorme Mengen an Feuchtigkeit vom Ozean zum eisigen Kontinent. Die Entdeckung ermöglicht ein besseres Verständnis dafür, wie diese Phänomene das Polarklima und die Eismassenbilanz beeinflussen. Die Forschung wurde in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters veröffentlicht.
Wie die 3D-Erfassung der Dampfströmungen funktioniert 🌊
Um die dreidimensionalen Bilder zu erhalten, nutzten die Forscher Daten des NASA-Satelliten Aqua und des Instruments AIRS, das die Temperatur und den Wasserdampf in der Atmosphäre misst. Sie kombinierten diese Messwerte mit hochauflösenden Wettermodellen. So gelang es ihnen, die vertikale Struktur dieser Flüsse zu visualisieren, die sich über tausende Kilometer erstrecken und so viel Wasser transportieren können wie der Amazonas. Die Technik ermöglicht es, ihre Entwicklung zu verfolgen und ihre Auswirkungen auf die Schneeakkumulation vorherzusagen.
Der Fluss, der nicht nass macht, aber dich trotzdem durchnässt 🐧
Endlich etwas Feuchtigkeit an einem Ort, wo die Haut schon beim bloßen Blick auf das Thermometer aufplatzt. Diese atmosphärischen Flüsse sind wie der Wasser-Lieferdienst nach Hause, nur ohne Trinkgeld und ohne Vorankündigung. Sie kommen, laden Tonnen von Schnee ab und verschwinden wieder, und lassen die Pinguine im Zweifel, ob sie einen Regenschirm oder einen neuen Mantel bestellen sollen. Aber immerhin wissen wir jetzt, dass der Himmel kein Leck hat, sondern dass ein Fluss vorbeifliegt.