Die Dokumentation eines Tatorts in einer Mine stellt extreme Herausforderungen dar: völlige Dunkelheit, Schwebestaub und unregelmäßige Geometrien. In diesem technischen Artikel beschreiben wir detailliert den forensischen Arbeitsablauf zur Rekonstruktion eines gewalttätigen Vorfalls, der sich in 200 Metern Tiefe ereignete. Wir kombinieren Fotogrammetrie mit kontrollierter Beleuchtung, terrestrischem LiDAR-Scanning und Game-Engines, um ein digitales Abbild zu erstellen, das es den Ermittlern ermöglicht, ballistische Flugbahnen und Bewegungen der Beteiligten zu analysieren, ohne die reale Szene zu verändern. 🎯
Datenerfassung bei schlechten Lichtverhältnissen und komplexer Geometrie 🛠️
Der erste Schritt besteht darin, einen Langstrecken-LiDAR-Scanner (Faro Focus oder Leica RTC360) an strategischen Punkten der Stollenkammer zu positionieren. Um das Fehlen von natürlichem Licht auszugleichen, werden Vollspektrum-LED-Panels auf Stativen eingesetzt, die harte Schatten minimieren, die die Punktwolke verfälschen könnten. Parallel dazu erfolgt eine fotogrammetrische Aufnahme mit einer DSLR-Kamera mit hohem ISO-Wert und einem Weitwinkelobjektiv, wobei die Aufnahme mit einem Ringblitz synchronisiert wird, um Vignettierung zu vermeiden. Jede Scanstation wird über codierte Targets georeferenziert, was die Zusammenführung der Daten in einem einheitlichen Modell ermöglicht. Vegetation und Feinstaub werden in Software wie RealityCapture oder Agisoft Metashape herausgefiltert, wodurch ein texturiertes Netz mit submillimetergenauer Präzision in den relevanten Bereichen, wie Einschlagspuren oder Schmauchspuren, entsteht.
Simulation von Flugbahnen und gerichtliche Validierung ⚖️
Sobald der digitale Zwilling der Mine erstellt ist, wird er in Unreal Engine 5 oder Unity importiert. Dort werden die ballistischen Flugbahnen, die durch Einschlaganalyse berechnet wurden, sowie die Positionen von Opfer und Täter, basierend auf der Verteilung von Blutspritzern, integriert. Die Simulation ermöglicht es, Parameter wie Bewegungsgeschwindigkeit oder Schusswinkel zu variieren und Animationen zu erstellen, die die Gutachter vor Gericht präsentieren können. Dieser Ansatz beschleunigt nicht nur die Ermittlungen, sondern bietet auch eine unwiderlegbare visuelle Darstellung für den Prozess, die die Grenzen traditioneller 2D-Berichte überwindet.
Was ist die effektivste Strategie, um Schwebestaub aus der vom LiDAR-Scanner erzeugten Punktwolke während der 3D-Rekonstruktion eines Tatorts in einer unterirdischen Mine zu filtern?
(PS: Vergiss nicht, den Laserscanner vor der Dokumentation der Szene zu kalibrieren... sonst könntest du am Ende ein Gespenst modellieren)