Minderjährige veröffentlichen Fotos von anderen ohne Erlaubnis: Wer zahlt die Zeche?

09. June 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das Veröffentlichen eines Fotos eines Freundes ohne dessen Einwilligung ist unter Jugendlichen an der Tagesordnung. Was viele nicht wissen: Diese Praxis verletzt Grundrechte wie die Privatsphäre und das eigene Bild, die durch spanische und europäische Gesetze geschützt sind. Die Eltern des betroffenen Minderjährigen können die Entfernung des Bildes verlangen und Schadensersatz fordern, wobei die Eltern des Minderjährigen, der das Bild verbreitet hat, zivilrechtlich haften.

Photorealistische Filmszene, in der zwei Teenager in einem Schlafzimmer stehen. Einer hält ein Smartphone, auf dem ein Foto eines Freundes zu sehen ist, der andere Teenager gestikuliert wütend und zeigt auf den Bildschirm. Auf einem nahegelegenen Schreibtisch zeigt ein Laptop eine geöffnete Social-Media-Oberfläche mit einem hervorgehobenen Lösch-Button. Ein Tablet auf dem Bett zeigt ein Symbol für ein Rechtsdokument. Im Hintergrund hängt ein Poster mit Datenschutzgesetzen. Dramatisches Seitenlicht, moderne technische Umgebung, angespannter Moment der Handlung, ultra-detaillierte Texturen, realistische Hauttöne, geringe Schärfentiefe, die den Konflikt um die digitale Einwilligung betont.

Das geschriebene Gesetz gegen den Algorithmus, der alles vergisst 📜

Die Vorschriften sind auf dem Papier klar, aber die technische Realität sieht anders aus. Plattformen wie Instagram, TikTok oder WhatsApp haben keinen funktionierenden Button, mit dem ein Elternteil ein von einem anderen Minderjährigen geteiltes Foto entfernen lassen kann. Der rechtliche Prozess erfordert Ressourcen: Anwalt, Beweise und Geduld. In der Zwischenzeit vervielfältigt sich das Bild in Gruppen und auf Servern. Richter sprechen nur selten nennenswerte Schadensersatzsummen zu, und das Argument, dass es nur spielende Kinder waren, reicht meist aus, um den Fall mit einer Entschuldigung abzuschließen.

Influencer-Schulen: Die Einwilligung gilt für die Eltern, nicht für sie 🏫

Während Sie sich Sorgen darüber machen, was Ihr Kind veröffentlicht, stellt sich heraus, dass die Schule selbst bereits Fotos Ihres Sprösslings auf Instagram unter dem Deckmantel des Bildungsinteresses gepostet hat. Natürlich ohne ausdrückliche Erlaubnis. Denn nichts ist lehrreicher, als Schüler als kostenlosen Content für den Schul-Feed zu nutzen. Wenn Sie sich beschweren, wird man Ihnen antworten, dass es zu Ihrem Besten ist und Sie nicht so unsozial sein sollen. Die Heuchelei, wie das Foto, verbreitet sich schnell.