Keret und der Blues einer israelischen Realität zwischen Zombies und Krieg

02. June 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der Schriftsteller Etgar Keret veröffentlicht Der Blues vom Ende der Welt, eine Sammlung von Erzählungen, in denen schwarzer Humor und Surrealismus den Alltag in Israel porträtieren. Die Veröffentlichung verzögerte sich aufgrund des Hamas-Angriffs 2023, und Keret vergleicht das Land mit einem Zombiefilm, um zu zeigen, wie Gewalt in die Routine einbricht und sie verzerrt, wodurch Kultur und die Wahrnehmung von Normalität verändert werden.

Ein Schriftsteller mit Hut spielt Blues in einem israelischen Café, während Zombies und Explosionen die Straßenroutine verzerren.

Wie der Krieg die kulturelle und technologische Entwicklung unterbricht 🛑

Die von Keret beschriebene Realität gleicht einem Betriebssystem, das ohne Vorwarnung abstürzt. Im technologischen Bereich zwingt der Konflikt Startups und Entwickler dazu, Projekte zu pausieren, Teams zu verlegen und unter ständigen Alarmmeldungen zu arbeiten. Die Unsicherheit erzeugt Sicherheitspatches im Alltag, bei denen der Code der Routine mit Unterbrechungen neu geschrieben wird. Innovation passt sich an, aber das instabile Umfeld begrenzt nachhaltiges Wachstum und langfristige Planung.

Wenn die Apokalypse nur eine weitere morgendliche Routine ist ☕

Keret deutet an, dass das Leben in Israel wie in einem Zombiefilm ist, nur mit weniger Spezialeffekten und mehr Papierkram. Die Menschen lernen, zwischen Sirenen Milch zu kaufen und Geburtstage in Schutzräumen zu feiern. Am Ende wird das Ende der Welt zur Routine: Man beschwert sich über den Verkehr, während man Raketen ausweicht, und das größte Dilemma ist nicht das Überleben, sondern die Entscheidung, ob man den Kaffee schwarz oder mit Milch bestellt, bevor der Alarm ertönt.