Tim Sweeney, der Chef von Epic Games, hat erneut gegen Valve ausgeteilt. Seine Hauptbeschwerde ist, dass Steam keine massiven Titel wie Fortnite oder Genshin Impact hat, was seiner Meinung nach die Reichweite zu neuen Zielgruppen einschränkt. Der Manager schlägt vor, dass die Plattform von Valve offener sein und mit anderen Stores zusammenarbeiten sollte, so wie sie und Microsoft es tun. Für die Spieler könnte sich dieser Streit in mehr Kaufoptionen und wettbewerbsfähigeren Preisen niederschlagen, wenn der Wettbewerb wirklich intensiver wird.
Die Technik hinter geschlossenen Stores 🛠️
Aus technischer Sicht zielt Sweeneys Kritik auf das Vertriebsmodell von Steam ab. Während der Epic Store die Interoperabilität mit externen Diensten ermöglicht und Unreal Engine zur Vereinfachung von Ports nutzt, hält Valve ein hermetischeres Ökosystem aufrecht, das auf seinem eigenen SDK und dem Erfolgssystem basiert. Das Fehlen von Titeln wie Genshin Impact ist keine Laune, sondern eine Geschäftsentscheidung: miHoYo entschied sich, sein Spiel direkt zu veröffentlichen, ohne die 30% Standardprovision von Steam zu zahlen. Wenn Valve diesen Prozentsatz senken oder seine Bedingungen lockern würde, könnte der Katalog wachsen. Das Unternehmen von Gabe Newell zeigt jedoch keine Absicht, in diesem Punkt nachzugeben.
Sweeney fordert fremde Spiele für seinen eigenen Store 🤔
Es ist kurios, dass Tim Sweeney Steam kritisiert, weil es Fortnite nicht hat, während sein eigenes Vorzeigespiel in allen fremden Stores glänzend abwesend ist. Epic verlangt von Entwicklern zeitliche Exklusivität im Gegenzug für eine bessere Umsatzbeteiligung, fordert aber dann die Öffnung der anderen. Es ist, als ob ein Nachbar dich bitten würde, deinen Pool zu benutzen, während er seinen eigenen abschließt. In der Zwischenzeit warten wir Spieler immer noch darauf, dass uns jemand erklärt, warum wir nicht alle Spiele auf einer einzigen Plattform haben können, ohne zu drei verschiedenen Göttern beten zu müssen.