Die Fälschung von Schwertern aus der Ming-Dynastie hat ein technisches Niveau erreicht, das selbst Experten herausfordert. Heutzutage verwenden Fälscher Galvanisierung und kontrolliertes Säureätzen, um die strukturelle Patina künstlich nachzubilden. Der Prozess stützt sich auf eine 3D-Pipeline, die VGSTUDIO MAX für die volumetrische Analyse authentischer Stücke und MeshLab zur Bereinigung und Ausrichtung der Netze nutzt, wodurch selbst die feinsten Korrosionsspuren kopiert werden können.
3D-Pipeline: Von der Tomographie zur künstlichen Patina 🛡️
Der Prozess beginnt mit dem Scannen eines Originalschwerts mittels Computertomographie. Die Daten werden in VGSTUDIO MAX verarbeitet, um die innere Geometrie und Oberflächenunregelmäßigkeiten zu extrahieren. Anschließend wird in MeshLab das Netz verfeinert und eine Rauigkeitskarte erstellt. Diese Karte steuert das Auftragen der Patina: Zuerst eine Kupfergrundschicht durch Galvanisierung, dann ein selektives Säureätzen, das die Grübchen und Verfärbungen der Zeit reproduziert. Das Ergebnis ist eine Kopie, die grundlegenden visuellen und taktilen Analysen standhält.
Der Sammler, der ein Schwert mit Werkstattpatina kaufte 😅
Ein Sammler zahlte ein Vermögen für ein angebliches Ming-Schwert, stolz auf seine jahrtausendealte Patina. Als er mit dem Fingernagel daran kratzte, löste sich der Rost in Schichten ab. Es stellte sich als eine drei Monate alte Replik heraus, deren Patina mit einem Werkstattpinsel aufgetragen worden war. Der Verkäufer sagte ihm allen Ernstes, es handele sich um einen geheimen Prozess der Dynastie. Der Sammler benutzt seine weißen Handschuhe jetzt nur noch, um die Quittung anzufassen.