Zweiter klinischer Versuch einer invasiven Gehirn-Computer-Schnittstelle

Veröffentlicht am 22. January 2026 | Aus dem Spanischen übersetzt
Ilustración conceptual de un cerebro humano con un implante de microelectrodos conectado de forma inalámbrica a un brazo robótico y un teclado virtual en una pantalla, simbolizando el control directo con la mente.

Zweiter klinischer Versuch einer invasiven Gehirn-Computer-Schnittstelle

Die Neurotechnologie schreitet voran mit einem zweiten klinischen Versuch, der ein invasives System testet, damit Personen mit Rückenmarksverletzungen motorische Funktionen wiedererlangen können. Dieser Ansatz verwendet implantierte Mikroelektroden direkt im Gehirn, um neuronale Aktivität aufzufangen und zu dekodieren. 🧠

Wie funktioniert das neuronale Schnittstellen-System?

Der Kern dieser Technologie ist eine implantierbare Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI). Die Mikroelektroden erfassen die elektrischen Signale, die das Gehirn erzeugt, wenn eine Person daran denkt, einen Arm oder eine Hand zu bewegen. Ein kleines Gerät verarbeitet diese Signale drahtlos und übersetzt sie mithilfe von Maschinellem Lernen-Algorithmen in digitale Befehle. Diese Befehle können einen Roboterarm, einen Bildschirmcursor oder eine virtuelle Tastatur steuern.

Schlüsselkomponenten des Implants:
  • Mikroelektrodenmatrix: Wird in der motorischen Rinde implantiert, um Bewegungsabsichten mit hoher Präzision aufzufangen.
  • Neuronale Verarbeitungseinheit: Dekodiert die Signale in Echtzeit und sendet sie drahtlos an einen externen Empfänger.
  • Software für maschinelles Lernen: Lernt die einzigartigen neuronalen Muster jedes Nutzers und optimiert die Übersetzung in Befehle.
Die vorläufigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Patienten lernen können, das System zu nutzen, und dass sie über Wochen hinweg ein präzises Kontrollniveau aufrechterhalten.

Ziele und Erkenntnisse des klinischen Versuchs

Dieses Studie testet nicht nur, ob das System funktioniert, sondern konzentriert sich darauf, seine Langzeitverträglichkeit zu bewerten. Die Forscher überwachen, wie das Gehirngewebe auf das Implantat reagiert, über ein volles Jahr hinweg, und beobachten die Stabilität des Geräts sowie die Qualität des neuronalen Signals im Laufe der Zeit. Sie messen auch, wie gut die Teilnehmer Assistenzgeräte in Aufgaben steuern können, die den Alltag simulieren.

Hauptmetriken, die bewertet werden:
  • Biologische Stabilität: Wie das Gehirngewebe um die implantierten Elektroden reagiert und sich anpasst.
  • Signalhaltbarkeit: Ob die Qualität der neuronalen Dekodierung erhalten bleibt oder mit den Monaten nachlässt.
  • Konsistenz der Kontrolle: Die Fähigkeit der Nutzer, Aufgaben zuverlässig und wiederholt auszuführen.

Die Zukunft der wiedergewonnenen Autonomie

Die Fortschritte machen die reale Möglichkeit greifbar, dass Personen mit schwerer Lähmung etwas Autonomie zurückgewinnen, wie Kommunizieren oder Objekte manipulieren. Allerdings betonen die Wissenschaftler, dass es sich um eine experimentelle Technologie handelt. Die Idee, ein Exoskelett mit dem Geist zu steuern, ist nicht mehr nur Science-Fiction, obwohl der Weg zu allgemein klinischen Anwendungen noch wichtige Herausforderungen in Ingenieurwesen und Biologie zu überwinden hat. 🔬